Endlich wieder aufatmen!

Endlich wieder eine Atempause! 

 

Wir durften nun endlich einmal wieder Luft schnappen, und zwar die Frischluft der Bretagne!! 5 Tage Auszeit vom Alltag, 5 Tage Austausch mit den anderen Freiwilligen, 5 Tage Ruhe und 5 Tage die Bretagne kennenlernen! 

Als Lili, Sandra und ich am Mittwoch, den 20.11. morgens losfuhren, wussten wir noch gar nicht, was tolles auf uns zukam. Wir nahmen den Bus um 7:00 da unser Zug um 8:11 losfuhr. Als erstes stand dann ein 2-stündiger Aufenhalt in Paris an, bei dem wir eigentlich nur den Bahnhof (Est nach Gare Montparnasse) wechseln sollten. Wir Mädels haben uns aber bei 2 Stunden in Paris gedacht: Das müssen wir nutzen und sind mit der Metro zu den Champs-Elysées gefahren und haben dann noch ein Riesenrad in der Nähe vom Louvre entdeckt, wo wir bei 7 Euro Fahrtkosten nicht gezögert haben!! Anschließend sind wir dann noch zum Louvre gelaufen, allerdings hatten wir NUR eine halbe Stunde Fahrtzeit mit der Metro vom louvre zum Gare Montparnasse geplant, was eindeutig zu wenig war! Um 12 Uhr erreichten wir Gare Montparnasse und um 12:04 fuhr unser Zug und wir mussten noch tausende von Treppen mit unseren Rucksäcken laufen!!! Also haben wir den Sprint des Jahrhunderts hingelegt und sind dann tatsächtlich 30 Sekunden vor Abfahrt des Zuges vollkommen schweißgebadet angekommen!! WAS EIN GLÜCK!!

Als wir dann endlich im Zug saßen brauchten wir nach dem Stressmoment eine Pause von einer Stunde, wo wir einfach nur gequatscht haben. Viele von den anderen Freiwilligen saßen auch in unserem Zug und man hat sich mit allen getroffen im Zug. Ausgestiegen sind wir dann in Morlaix (nach 4 Stunden Fahrt) und von dort aus mit dem Bus zu unserer Enstation St. Pol de Léon, wo Anne und Claude (unsere "Chefs") schon auf uns warteten. Dann sind wir zu unserer Unterkunft gebracht worden: Ein wunderschönes Schloss, was direkt am Meer lag...sooo wunderschön!! Wir waren alle vollkommen atemlos! Nach dem Zimmer beziehen und dem Duschen haben wir dann zu Abend gegessen und abends nur noch ganz nett zusammen gesessen und geredet. Alle waren ziemlich k.o. vom Reisetag und von den ersten 3 Monaten, also ging es schön früh ins Bett.

Am 21.11. durften wir dann erstmal schön bis halb 9 schlafen und nach dem Frühstück hatten wir dann ein bisschen Diskussion und Austausch, sowie individuelle Gespräche, bei denen man von seinen ersten 3 Monaten ein wenig berichten sollte und bei dem man Fragen und Probleme besprechen konnte. Ich habe mit Claude gesprochen und mein einziges Problem war, dass ich noch keinen Französischkurs hatte (den ich jetzt aber habe!), also keine große Sache. 

Nachmittags sind wir dann in ein Algenmuseum gefahren. Algen werden in der Bretagne seit einiger Zeit zu Lebensmitteln verarbeitet und wir haben dort also viel über die Geschichte und die Verarbeitung der Algen erfahren. Anschließend hat jeder in dem nebenliegenden Shop noch ein paar Weihnachtsgeschenke gekauft. 

Nach diesem Ereignis hatten wir noch die Ehre, einen traditionellen bretonischen Folkstanz zu lernen, was unglaublich Spaß gemacht hat! 

Wir wurden mit Live Musik von Dudelsack und Flöten begleitet und hatten 2 Stunden lang einfach total viel Spaß. Sobald ich ein Video habe, werde ich es hier hochladen!

Den Abend haben wir dann wieder ausklingen lassen mit ein bisschen quatschen und gemütlich beieinander sitzen. Ein bisschen gefeiert wurde aber natürlich auch!

Der 22.11. war dann der Tag, wo am meisten Programm anstand:

Als erstes sind wir auf den deutschen Soldatenfriedhof Lendeven gefahren und haben dort neue Dinge über die gemeinsame Geschichte von Deutschland und Frankreich erfahren. Es waren auch 3 Herren anwesend, die sehr viel über diesen Teil der Geschichte wussten und mit denen man nach der Führung noch ins Gespräch gekommen ist. Auch haben wir eine Schweigeminute für die gefallenen Opfer gehalten.

Anschließend sind wir mit dem Reisebus weiter zu einem Wald, in dem Obeliske wie aus Asterix und Obelix rumliegen und wo wir in eine Grotte runtergestiegen sind, in der es einfach total schön war. Wir haben einen Waldspaziergang gemacht und haben dort dann auch Sandwiches zu mittag gegessen. Der Bus wartete schon sodass wir schnell weiterfahren konnten!

Nach diesem tollen Erlebnis in der Natur sind wir dann weitergefahren ans Meer, zu einem Hafen und einer kleinen Küstenstadt. Es war wunderschön da und wir hatten so tolles Wetter!! Dort haben wir in einem Café auch noch einen Crêpe mit gesalzener Butter (traditionell bretonisch) gegessen und eine chocolat chaud getrunken. :)

Nach dem ersten Meerbesuch sind wir dann nochmal eine Stunde Bus gefahren, um an den westlichsten Punkt Frankreichs zu fahren (<<Au bout de l'Europe>>). Es war so unglaublich schön, wir waren passend zum Sonnenuntergang da und dann haben alle erst einmal Fotos geschossen und sich danach in den Arm genommen. 

Am Ende dieses Tages waren wir alle total fertig und müde, wir sind noch an Brest vorbeigefahren, der größten Stadt im Westen der Bretagne. Die Lichter der Häuser zu sehen war wunderschön. Ansonsten hat im Bus alles geschlafen, wir sind 2 Stunden bis nach St. Pol de Léon zurückgefahren. Abends haben wir dann noch über kommende Projekte des ICE gesprochen, so wurde zum Beispiel das Seminar im April erwähnt, an welchem man freiwillig teilnehmen kann. An diesem Abend haben wir aber auch noch den Geburtstag eines anderen Freiwilligen reingefeiert, der am 23.11. Geburtstag hatte. 

Am 23.11. haben wir dann eine Rallye gemacht. Wir sind zuerst grüppchenweise zum Hafen gefahren und anschließend sind wir mit einem Boot zu einer Insel gefahren, um dort die Fragen des Quizes zu beantworten. Es handelte sich um Fragen, wie z.B. Wie viele Einwohner hat die Insel? o.ä.. Wir haben also einmal eine Einheimische gefragt und was sie uns nicht beantworten konnte, haben wir nachgeschaut. Uns blieb dann letztendlich noch eine gute halbe Stunde, die wir dafür genutzt haben, mit dem Fahrrad  rumzufahren. Es war wirklich schön und auf dieser Insel war es seehr ruhig, was uns allen wirklich gut tat.

Nach diesem tollen Ausflug ging es wieder zurück ins Schloss. Nach dem Mittagessen wurden wir aufgeteilt in Ateliers, also Arbeitseinheiten, in denen wir z.B. gebastelt, den Strand gesäubert, Steine bemalt, das Schloss renoviert haben. Ich habe mich ausnahmsweise mal bei der Bastelaktion eingetragen und habe jetzt neue Ideen, was ich noch als Atelier in meiner Arbeitsstelle anbieten kann. Abends haben wir dann das Seminar revue passieren lassen und Fotos gesammelt und gemeinsam angeschaut. Auch wurde schon gepackt und aufgeräumt. Am Abend haben alle nochmal zusammengesessen und wir haben die Nacht zum Tag gemacht. 

 

Am 24.11. hieß es dann: Adieu Bretagne!!

Um 10:45 ging es los für uns und wir hatten wieder 2 Stunden Aufenthalt in Paris, wo wir nur kurz zum Eiffelturm gegangen sind, denn so einen Sprint wie bei der Hinfahrt wollten wir ganz sicher nicht nochmal!! :D

Um 20:30 zuhause, wurde alles ausgepackt und unsere Nachbarn begrüßt und früh ins Bett gegangen.

 

La fin :)

 

Bisous und danke für's Lesen,

eure Pia