Aktuelles

Meine letzte Zeit in Flavigny

Ich habe meine letzte Woche mit Abschieden verbracht und es ist mir wirklich sehr schwer gefallen, da ich meine kleine Flavigny-Welt sehr zu lieben gelernt habe. In der Woche habe ich am Donnerstag meinen Abschied mit meiner Gruppe gefeiert und da sind die Tränen geflossen und ich war emotional sehr aufgelöst. Auch am Freitag hatte ich dann ein sehr mulmiges Gefühl, weil alle Jugendlichen, das GANZE IME in die Ferien gefahren sind um 13:30. Das hieß für Sandra und mich: Das letzte Mal alle sehen und dieser Tag war WIRKLICH unser letzter Tag am IME. Ich verabschiedete mich von meinen Kollegen und konnte mich aber noch zusammenreißen. Als ich dann mit einem Winken um die Ecke war, konnte ich nicht mehr. Zum Glück waren Sandra und ich jeweils für uns da, da konnten wir uns ein bisschen trösten. Nachmittags dann große Putzaktion und abends noch unser Abschiedsabend mit allen Flavigny-Nancy-Leuten. Danke für alles, Leute, ihr werdet mir fehlen!

 

Und am Samstag bin ich dann mit meiner Schwester nach Nancy gefahren, um dort meine Eltern abzuholen und dann in die Normandie zu fahren für 2 Wochen. Etretat, Fécamp, Le Havre, Honfleur und und und...Küstenwanderung und alle Sorgen vergessen. Der Familienurlaub war klasse! Es war die optimale Lösung, meinen Kummer zu überbrücken und ein bisschen Abstand zu bekommen.

Nun bin ich wieder zurück in Flavigny für ein paar Tage und meine beste Freundin Julia und 2 andere Freundinnen kommen mich noch besuchen und dann geht’s endgültig zurück nach Warendorf.

Ich freue mich sehr auf das, was kommt, werde aber auch das vermissen, was ich hier zurücklasse. Mein Herz ist eben an 2 Orten zuhause!

 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir dieses Jahr so unvergesslich gemacht haben. Als erstes dafür meine tollste Mitbewohnerin Sandra, ohne die ich niemals so große Fortschritte hätte machen können, die mich immer unterstützt hat, die sich mein Gemecker anhören musste, die für mich das ganze Jahr meine Ansprechspartnerin war, mit der ich nach einem Jahr WG immernoch soo viel zu bereden habe und die ich so unglaublich in mein Herz geschlossen habe! Danke Sandra, ich hab dich lieb. Auch danke an den Rest der Flavigny-Nancy-Leute, ohne euch hätte ich viele Dinge nicht machen können, ich find's super, wie wir uns zusammengerafft haben, um ein tolles gemeinsames Jahr miteinander zu verbringen, es hat total viel Spaß gemacht mit euch!! Dann danke an meinen Tutor Mika, der wirklich der beste ist! Und an alle anderen Kollegen, die das hier eh nicht verstehen, aber es geht ja um den guten Willen ;). Und an alle meine Jugendlichen, die mir so sehr fehlen werden, ihr seid für ewig in meinem Herzen! Und dann natürlich an alle Warendorfer, meine Eltern, meine beste Freundin Julia, meine Schwester Marlen und meinen Rest der Familie, meiner Oma, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.

 

Ich bin durch dieses Jahr ein anderer Mensch geworden und habe viele Fortschritte gemacht. Ich habe vieles geben können und habe so viel zurück bekommen. Die Brücken zwischen mir und Frankreich wurden gebaut, ich hoffe, dass sie nicht zerbrechen werden!

 

Mit diesem ganzen Rumgesülze wollte ich euch sagen: Ich hab euch lieb und merci beaucoup!

 

Einen dicken Kuss, Pia

Bischwiller, Paris und Weltmeister werden!

Am Wochenende musste ich mich dann erstmal von der Woche erholen und habe ausgeschlafen und alle Sachen umgepackt, denn dieses Wochenende standen Bischwiller und Paris auf dem Plan! 

In Bischwiller haben wir Marie's Geburtstag gefeiert und ich habe viele Freiwillige das letzte Mal gesehen...man merkt schon, dass sich alles dem Ende entgegenneigt! Der Abend war sehr lustig und ein typischer Freiwilligenabend. Dass die Möbel aus dem Fenster geflogen sind war wohl etwas außergewöhnlich aber sehr lustig. 

Am nächsten Tag bin ich dann mit Pauli, einer anderen Freiwilligen, nach Paris gefahren und wir sind abends angekommen (Covoiturage/Mitfahrgelegenheit). Passend zum Deutschlandspiel waren wir dann an der Bastille und haben ganz viele andere deutsche Freiwillige in einer Bar getroffen, um zusammen zu gucken. Anschließend haben wir in Paris ordentlich Deutschland gefeiert mit Flagge und Deutschlandsongs und allem! Natürlich kann man die Atmosphäre nicht mit Berlin vergleichen aber es war trotzdem der Hammer!! DEUTSCHLAND DEUTSCHLAND!! :) 

Pauli und ich sind dann zu Nora gefahren, um uns dort mit ihr und Lars zu treffen und sind dann pennen gegangen. Am Montag sind wir dann nach Paris rein, um den militärischen Umzug zu Ehren des französischen Präsidenten zu sehen. Da am Montag französischer Nationalfeiertag war, mussten wir uns mit der Deutschlandflagge leider ein wenig zurückhalten. Dieser ganze défilé war ein bisschen schwachsinnig, das ganze war unheimlich teuer und darauf 2 Stunden zu warten hat sich jetzt meiner Meinung nicht besonders gelohnt :D Aber gut, sind dann wieder zu Nora, haben uns was zu essen gemacht und geschlafen, denn die Nacht vorher war schon etwas hart.. :D Gegen 19 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum Eiffelturm gemacht, um dort das Feuerwerk zu sehen. Das einzige Mal im Jahr, wo ein Feuerwerk in Paris erlaubt ist, ist der Nationalfeiertag und dieser hat natürlich Massen von Menschen angezogen!! Was andere im Fernsehen schauen habe ich live erlebt. Hier ein Link, es war gigantisch, ich kann es nur jedem empfehlen, dieses Feuerwerk anzugucken, unglaublich!!

www.youtube.com/watch?v=1AV_M_ZrJgY

 

Und am Dienstag ging's für mich dann wieder in Richtung Nancy...Und DER Zufall meines Lebens ist passiert: Sandra und ich haben uns in der Metro getroffen...Es war unglaublich..wenn man überlegt: alle 3 Minuten fahren die Metros, es wohnen 11 Millionen Menschen in Paris PLUS an diesem we noch seehr viele Besucher...Witziger Zufall!
Auf der Zugfahrt habe ich nur geschlafen und dann musste ich nachmittags auch schon wieder arbeiten...meine letzten 2 Wochen brechen an und ich bin jetzt schon irre traurig, hier weg zu müssen!

Bald müssen die Koffer gepackt werden, das Haus geputzt werden und all das...Für mich wird es sehr schwer, aber da ich Julia, meine beste Freundin, bald wiedersehe, kann ich mich auch wieder auf das freuen, was kommt! 

 

Bisous, 

Pia

 

Eine Woche mit meinen Jugendlichen

Nach dem Wochenende hieß es dann auch für mich: Au revoir Flavigny!! Ich bin, wie Sandra, auch eine Woche mit meinen Jugendlichen auf "Klassenfahrt" gefahren. Gegen 11:30 ging's für uns los in Richtung Saverne, Elsass! Mit Musik auf voller Lautstärke, guter Laune und viel Motivation!

Hier sollten wir dann die nächsten 5 Tage verbringen. 

Auf der Fahrt haben wir einmal gehalten um in einem Restauraunt zu essen, haben in Sarrebourg eine seeehr leckere Pizza gemampft und kurze Kaffee-/Rauchpause (beides nicht mein Fall! :D) gemacht. Im strömenden Regen kamen wir dann in Saverne an-aber eeegal!! :) Zimmer bezogen und Saverne besichtigt. Hatten erst eine Stadtführung und sind dann noch selbst ein bisschen rumgelaufen. Abends haben wir dann in der Herbege gegessen und alle sind totmüde ins Bett gefallen. Außer natürlich Mika, Odile, Marie-Elisabeth, Marie-Christine (meine Arbeitskollegen) und ich. Haben uns noch in eine Bar gesetzt. Schöner Kellner :D Und sobald ich das ausgesprochen hatte, wurde ich natürlich die ganze Zeit aufgezogen. Sind dann aber relativ schnell wieder zurück in die Herberge, duschen und schlafen. 

Am Dienstagmorgen erfuhr ich dann, was es heißt, alt zu sein und um 6:30 automatisch aufzuwachen. Alle meine 3 Zimmergenossinnen (Marie, Marie und Odile) wachten um 6:30 auf, machten das Licht an und unterhielten sich sehr angeregt bereits um DIESE Uhrzeit..Ich wurde natürlich als "nörgelnde Jugendliche" bezeichnet als ich nicht mitaufstehen wollte :D Aber ich wusste ja, dass die Jugendlichen eh noch länger schlafen und ich sonst nur sinnlos rumhängen würde. :D Aber war lustig, so konnten wir uns immer gegenseitig mit der Geschichte aufziehen. 

Haben dann die Kids geweckt und gefrühstückt. Dann anschließend sind wir zu einem "plan inliné" gefahren. Das ist so eine Schleuse, wo aber das Boot den Berg runtertransportiert wird, um dann auf dem Fluss weiterzufahren. Fotos dazu in meiner Galerie. Anschließend eine kleine Bootsfahrt auf der "Marre du Rhin". Leider immernoch Pech mit dem Wetter gehabt. Anschließend nach Graufthal gefahren, um dort im Restauraunt zu speisen (super lecker! Cordon Bleu, Pommes, und Nachtisch "Dame Blanche"). Danach sind wir noch die "maisons des rochers", also die Häuser der Felsen anschauen gegangen. Das sind Häuser, die in einem Felsen eingebaut sind, sprich die Dächer sind die Felsen. War sehr interessant und die Jugendlichen fanden's auch super. Abends dann zurück in die Jugendherberge und entspannt ein paar Spiele gespielt und zu Abend gegessen. Den Tag vergoldete mit dann das 7:1 Deutschland gegen Brasilien! :) 

Mittwoch sind wir dann, nach einer Autopanne, nach Saarbrücken gefahren. Mein Part war also angesagt! Deutsch sprechen...Und da wurde es den Jugendlichen klar: Pia ist ja wirklich anders und die redet mit anderen eine andere Sprache!! Viele meiner Jugendlichen waren noch nie in einem anderen Land und es war wirklich lustig, die Reaktionen der Kids zu sehen. Waren dann in "Der Kartoffel", einem Restauraunt am St. Johanner Markt, essen. Lecker-Deutsche Spazialitäten wurden sehr gerne gegessen (Klöße, Apfelmuß, Reibekuchen...). Auch der Apfelstrudel und das Tiramisu zum Nachtisch haben geschmeckt. Aber ich war schon froh, dass es zumindest die Speisekarte auch auf französisch gab, denn sonst wäre es für mich Arbeit hoch 10000 gewesen, für alle etwas zu bestellen und sowas. So konnten meine Kollegen mir wenigstens noch helfen. Haben anschließend ein bisschen Saarbrücken angeschaut und die Jugendlichen, die Taschengeld bekommen hatten, konnten sich was kaufen. Also: positiver Eindruck von Deutschland, trotz Regen ;).

Abends sind wir dann vollkommen fertig in die Herberge zurückgekommen. Gegessen und die Kids wollten alle nur noch schlafen. Wir Kollegen haben dann noch das Spiel Niederlande-Kolumbien geguckt, sind aber danach auch direkt ins Bett gegangen. 

Donnerstags wieder aufgestanden, gefrühstückt und dann auf den Markt nach Saverne, wo alle noch ein bisschen nach Klamotten und Souvenirs geschaut haben. Allerdings hatten nicht alle Taschengeld mit, was auch zu Problemen führte, so z.B. ein Mädchen sagte: "Was soll ich hier? Ich hab doch eh keine Kohle!!".

Nach dem Markt sind wir dann ins Restauraunt nach St. Jean Saverne gefahren und uuuuuhlalala, war das lecker! Der Tisch war richtig edel für uns gedeckt und wir haben die elsässische Spezialität "Backoeffle" gegessen. Seehr gut!!

 Anschließend nach Bliesbruck-Reinheim in den archäologischen Park gefahren, die ehemalige Freiwilligenstelle von Rafael. Über ihn bin ich auch daran gekommen und es war wirklich eine super Entscheidung! Die Jugendlichen hatten das Atelier "boulangerie" (bäckerei) und haben gelernt, wie man selbst Brot backt, wie die Römer aus der damaligen Zeit. Sehr viel Spaß und ein Vortrag auf angepasstem Niveau machten den Aufenthalt sehr angenehm! Sind dann noch ein bisschen in dem Park rumgelaufen und haben die Gräber der Prinzessin gesehen und sind einfach ein bisschen spazieren gewesen. Da der Park sich direkt an der deutsch französisch Grenze befindet, sind wir Hand-in-Hand über die Grenze gelaufen und haben Videos auf dem Grenzstein gemacht ("Da bin ich in Deutschland und da bin ich in Frankreich."). Allen hat es sehr gut gefallen und nachher haben sie sogar gesagt: "Pia, ich will gerne hier bleiben, es war so schön!". Das hat mich sehr berührt und ich war sehr stolz auf mich, dass ich so vielen Leuten eine Freude machen konnte, indem ich meine eigene Kultur eingebracht habe und ihnen was von mir gegeben habe. Endlich habe ich auch etwas zurückbekommen, dieses Gefühl ist unglaublich! Danke dem ICE und meine Omi und meiner Familie für die tolle Unterstützung, ohne euch wäre dieser ganze Austausch niemals möglich gewesen. Wie wir so schön im Vorbereitungsseminar in Dresden gesagt haben: "Nehme 2 Taschen mit in deinen Freiwilligendienst-Aus einer gibst du und in die andere wird gegeben." 

Wir sind dann wieder zurück nach Saverne und sind alle zusammen noch was trinken gegangen direkt am Château (Schloss) in Saverne. Alle bis auf einer (ein Junge, der nicht eine Woche ohne Mama kann) wollten nicht fahren. Schade, dass uns in dieser Woche das Wetter so hat hängen lassen. 

Am Freitag ging's dann Richtung Flavigny zurück nach dem Tasche packen, dem Früstück und dem letzten Spaziergang durch Saverne, um Sachen für's Picknick zu besorgen. Sind dann los, natürlich musste wieder "Sur ma route" gehört werden-der absolute Klassiker! 

Angekommen sind wir natürlich wieder mit lauter Musik, vollkommen erschöpft und lauter schöner Erinnerungen.

Merci à tout le monde pour cette semaine extraordinare, je ne l'oublierai jamais!

Ich werde diese Woche nie vergessen und bin in dieser Woche wieder so fett geworden, da wir 2 mal am Tag Entrée, Plat UND Dessert gegessen haben. Aber gut, so ist das nun mal in Frankreich, on est des gourmands! :D 

Ich war übrigens die Fotografin der Woche und habe sehr schöne Fotos gemacht, allerdings darf ich die nicht hier hochladen, weil ich eine Schweigepflicht habe und die Fotos nicht außerhalb des IME's gezeigt werden dürfen. Tut mir leid, aber auch eine Pia Gohl hat ihre Verpflichtungen ;)

 

Also, das wär's dann erstmal...ach ne, ich musste die ganze Woche nur französisch reden, das war nochmal anstrengend, wenn man sogar auf französisch geweckt wird :o aber andererseits auch super, habe nochmal vieles dazugelernt! Auch sind auf dieser Fahrt die ersten Tränen geflossen und es war sehr melancholisch, die Jugendlichen wissen, dass sie jetzt nur noch 2 Wochen mit mir haben und das ist natürlich traurig. Ich musste mich ganz schön anstrengen, nicht mitzuweinen, die ganze Truppe ist mir unglaublich an's Herz gewachsen!

Das war's dann jetzt, Bisous, 

 

Eure Pia

Good Bye, Rebekka

Das anschließende Wochenende haben wir erst Freitagabend das Deutschlandspiel geguckt (schließlich bin ich ja immernoch fußballverrückt, gerade Deutschland, sowas davon nicht verpassen!!). Am Samstag war dann Rebekkas Abschiedsparty. Rebekka ist eine Freundin aus Nancy, die jetzt ihren Freiwilligendienst beendet hat und noch ein bisschen durch Frankreich reisen wird, aber danach nach Hause fährt. Der Abend war klasse, ich habe schon lange nicht mehr so viel getanzt und so viel geschwitzt :D Dass ich zu dem deutschen Hit "Disco Pogo!" jemals so krass abgehen werde, hätte ich nicht gedacht-danke Miri und Paul!! :) Insgesamt hab ich auf dem Soirée nochmal ein paar coole französische Leute kennengelernt. 

Anschließend der Sonntag war auch entspannt, bin morgens dann mit Kerstin, Adrian und Miri nach Flavigny zurückgefahren. 

Ebenfalls waren an dem Wochenende Freunde von Sandra da und Emilie, eine Freiwillige aus Straßburg, die ihren Dienst auch jetzt schon beendet hat. Es war sehr schön und ich hatte echt schon lange nicht mehr so viel Spaß! :) Danke an alle, die mir diesen Abend so schön gemacht haben! :)

Eine Woche allein zuhaus

Die erste Juliwoche ging es für Sandra auf Klassenfahrt und das hieß für mich: Alleine zuhaus, da Lili nicht mehr viel zuhause ist, sondern immer bei ihrem Freund in Liverdun. Dazu kam noch, dass die Nachbarn ihr Abschlusseminar hatten und auch nicht da waren. Aber ich habe die Zeit alleine sehr genossen, ich weiß auch nicht wieso, aber ich brauchte mal wieder wirklich Zeit für mich. 

Gangnam-Style tanzen auf der Kermesse

Am wirklich letzten Juniwochenende hatten wir dann den Tag der offenen Tür/Tag für die Eltern, auch "Kermesse" genannt. Nach einem Barbecue a, Freitagabend mit allen Flavigny-Nancy-Leuten ging es dann samstags um 9 los mit aufbauen, schminken und Schwachsinn machen :D. Es war so gut wie alle meiner Kollegen anwesend, um sich zu engagieren. Ich arbeite im Moment mit 2 jungen Praktikanten, Guillaume und Lucas, sowie einer jungen Praktikantin, Anne-Sophie, zusammen. Außerdem waren noch die drei Erzieher vom Internat da, also Mika, mein Chef/Tutor, Marie-Elisabeth und Odile. Ein paar der Kinder kamen mit ihren Eltern. An unserem Stand gab es folgendes: 1. Zwei Figuren, wo man die Köpfe oben durchstecken konnte, um dann ein Foto zu machen, 2. eine Art Dosenwerfen, wo man nachher was gewinnen konnte und 3. schöne Deutschland-Frankreich-Dekoration, made by Pia. Sandra machte Kinderschminken, Roberta verkaufte Armbänder und Lili verkaufte Flohmarktsachen. Also waren alle 4 Volontäre des IME's voll im Einsatz! :) Powern den ganzen Tag. Leckeres Barbecue zum Mittagessen. Die ganze Zeit verrückte Fotos gemacht. Getanzt. Getanzt. Und nochmal getanzt. Von Gangnam Style über Maccarena bis zum Madison und Waka-Waka-Tanz :D Ich habe sehr viele Komplimente für meinen Tanzstil bekommen haha :D 

Nach dem abbauen kurz nochmal mit allen gecheckt und dann ging's schon wieder nach Hause. Nachmitttags bin ich noch mit Miri und Kerstin zu einem Musik-Flohmarkt gefahren. War dann doch etwas anderes als gedacht :D Naja.. :D
Abends sind wir dann nach Nancy feiern gefahren. Schaumparty im L'envers!! :D War ein guter Abend :)

Sonntags einfach einen ganzen Tag gar nichts gemacht, ich habe mich schon lange nicht mehr so unproduktiv gefühlt, aber sowas braucht man ab und zu! 

Montags sind Miri, Kerstin und ich dann noch in die Stadt gefahren, um ein bisschen die Soldes zu shoppen. Leider dann ein bisschen zu spät auf die Arbeit gekommen, weil wir die Zeit verpennt haben, war aber nicht schlimm ;)

Niederbronn, die Dritte

Zum dritten Mal ging es für mich das letzte Juniwochende nach Niederbronn zu Fred. Nach einem etwas sehr langen Weg mit Bus und Zug kam ich dann endlich abends an und Fred nahm mich in Empfang-sooo ewig haben wir uns schon nicht mehr gesehen gehabt!! :) 

Abends sind wir dann mit dem Bulli und Christian hochgefahren zum Centre und haben dort gechillt und Gitarre gespielt und gesungen. Es war der Hammer, Niederbronn zu sehen, da zu sitzen und Fred Gitarre spielen zu hören hihi :) Leider gibt's noch keinen Pia-Song :D :*
Endlich hatte ich mal wieder ein paar Jungs um mich rum-musste mich erstmal wieder an den Humor gewöhnen aber ging fit :D Und zu erwähnen sind auch noch die superleckeren Kirschen aus Freds Garten-yaaaam, lecker!!

Am Samstag haben wir ausgeschlafen und sind dann schwimmen gegangen. Endlich mal wieder Freibad!! Ich bin wieder ein bisschen braun geworden hihi :) Es war übel gut, das schwimmen war echt klasse!
Abends sind wir dann mit Hagen nach Kehl, Deutschland, gefahren, um dort das Deutschlandspiel zu gucken (Deutschland-Ghana). Nach einer angeregten Diskussion und dem Kaufen einiger Deutschlandartikel (Flagge, Hawaiikette und Schminke) ging's dann auf den Marktplatz, um am Public Viewing teilzunehmen. Die Stimmung war gut und trotz des 2:2 war der Abend durchaus sehr gelungen. 

Sonntags haben wir einfach lecker gefrühstückt und sind nochmal zum Centre hoch und ich bin nachmittags wieder nach Nancy gefahren. 
Danke für das schöne Wochenende Fred, war supercool, dich mal wieder gesehen zu haben, hab dich lieb :-*

Sandras 19. Geburtstag

Sandra wird 19-das musste natürlich gefeiert werden!! :)
Wir haben am Freitag reingefeiert und hatten Besuch von ein paar anderen Freiwilligen. Es war ein sehr entspannter Abend. :) Unser Geschenk (eine Schatzkiste, beklebt mit Fotos) traf voll ins Schwarze und Sandra fand sie klasse! Ich war unglaublich froh, dass es ihr so gut gefallen hat. 

Am Samstag schön zusammen gefrühstückt und sowas :) Abends bin ich dann mit Pauli nach Nancy gefahren (hitchhiking!! :)), um die Lichtershow zu sehen. Haben uns dort mit Billy, Nils und Rebekka getroffen und dann auf dem Place Stan die Atmosphäre genossen und dann kam sie, die Lichtershow!! :) Sie ist einfach so unglaublich :) Wir saßen dort auf dem gigantischen Platz mit ganz viele Studenten und Touristen und haben uns die Show angesehen. Anschließend sind Pauli und ich noch mit Rebekka zu einer Hausparty gegangen und ich hab gemerkt, dass ich so so gerne in Nancy gewohnt hätte, um auch so viele tolle Leute kennenzulernen, aber ich wohne nun mal in Flavigny ;). Später haben wir uns dann noch mit Sandra, Kerstin und Miri getroffen, die ins Studentenwohnheim gekommen sind. 

Pauli und ich haben in Nancy gepennt und am nächsten Tag ging es für Pauli weiter (mit Mitfahrgelegenheit nach Dijon, da die Züge da gerade gestreikt haben-tyyyypisch Franzosen). Ich bin nachmittags noch zum Festival du film mit Billy, Nils, Miri und Rebekka und haben den Sonntag gemeinsam gechillt ausklingen lassen. :)

 

War ein super entspanntes Wochenende, danke Pauli! :)

Stress?!! Nein danke!

Am ersten Juni-Wochende ging es für mich nach Lille, die Studentenstadt Nummer 1 Frankreichs :) Miri kam spontan noch mit und so sind wir dann mit einem seeehr freundlichen Mitfahrer namens Jeremy nach Lille gefahren. Kamen gegen Spätnachmittag an und haben uns mit Nina, einer anderen Freiwilligen aus Lille getroffen, um den Schlüssel eines Zimmers in Lille zu bekommen. Unterkunft also schonmal gesichert, danke Vincent, dass du uns dein Zimmer zur Verfügung gestellt hast! :) Das Lustige war auch: Wir kamen an und sind auf den Grand Place gelaufen, den größten Platz Lilles und ZACK Massen an Menschen! Gerade kämpften in Lille alle für Schwulen- und Lesbenrechte auf der "Gay Pride". Guckt man sich um, konnte man echt nicht wissen, wer dieser Leute schwul und welcher nicht schwul war :D. Naja, haben mit dem "Batscher" anfangs ein paar Probleme gehabt, aber es ging alles :) Sachen abgelegt im Studentenwohnheim (nach ein paar irritierten Seitenblicken von Studenten :D). Sind dann abends noch in Lille unterwegs gewesen, haben viel von der Stadt gesehen und uns ins Liller Nachtleben gestürtzt, da erlebt man, dass es wirklich eine Studentenstadt ist. Nur junge Menschen, das waren wir von Flavigny gar nicht mehr gewohnt :D. Chilln  im Jardin Vauban, wo wir eine inklusive Band haben spielen hören (ein Rohlstuhlfahrer hat seinen Rollstuhl so umgebaut, dass er darauf trommeln konnte). Außerdem Gymnastik und komische angezogene Menschen, war alles sehr skurril :D. Afirkanische Bar getestet und einfach nette Leute kennengelernt. Danke Miri für den schönen Abend! :) Die Nacht war etwas schlimm, da wir den Fehler gemacht hatten und das Fenster offen hatten, was dazu führte, dass ich in dieser Nacht gefühlte 50 Mücken tötete :D 

Haben dann am Sonntag ausgeschlafen, etwas zuuu lange. Aber haben zum Glück sogar um eins noch einen offenen Supermarkt gefunden. 

Nach dem leckeren Frühstück (Erdbeeren, Brot und grüner Käse) haben wir dann unsere Reise weitergeplant, da alles etwas anders gelaufen war als wir uns das gedacht hatten. Haben uns also dazu entschlossen, nach Brüssel und anschließend ans Meer nach Calais zu fahren. 

Am Sonntag noch ein bisschen durch Lille gelaufen und die Atmosphäre genossen. Das Citadelle gesehen. Soo viele Grünflächen in Lille, das ist echt schön! :)

Abends sind wir dann also mit etwas sehr komischen Menschen nach Brüssel gefahren (zu 3. auf einer Mini-Mini-Rückbank :D). Ich mein, wenn man Pariserin ist ´, kann man sich alles erlauben. 

Etwas verspätet in Brüssel angekommen und ZACK Umbauarbeiten an der Metro...bääh...Sind also mit der Tram 14 bis zu Anna (zum Glück konnten wir dort spontan pennen, danke Anna!!:)).  Komische Begegnung am Bahnhof mit einer Frau, die mich auf deutsch gefragt hat, ob ich an Jesus glaube und mir dann ne übelste Predigt gehalten hat. 

Abends um 23 Uhr dann angekommen und mit den Leuten aus der Arche gechillt, wir waren aber echt fertig, weshalb Miri schon sehr früh pennen gegangen ist. Ich habe noch mit Anna ewig gequatscht :) Am nächsten Morgen gefrühstückt mit den Behinderten und des assistants aus der Arche. Das war echt ein Frühstück der Extraklasse, auf einmal tut die eine so, als würde sie telefonieren und erzählt ihr Leben :D Deswegen, das Archeleben mal mitzubekommen, war schon cool. 

Sind dann den ganzen Tag in Brüssel durch die Gegend gelaufen. Hammer Spraygegend gesehen mit einer Skaterbahn. Ein paar Mädels beim Tanzen gefilmt. Und mit Svea, Miris Freundin, die in Brüssel studiert, getroffen. Im thailändischen Laden ein paar abgespacete Sachen gekauft :D Miri war total begeistert, ich eher skeptisch. Vor dem Regen blieben selbst wir in Brüssel nicht verschont, aber es hielt sich in Grenzen ;). Haben nachher noch vorm europäischen Parlament gechillt und dann gemerkt, dass es schon seehr spät ist und ZACK, im Regen zu Anna gesprintet und unsere Sachen geholt. Mit den Sachen mussten wir dann zum anderen Ende Brüssels :D. Und dann noch das Aussetzen der Metros...war nicht so lustig. Auf jeden Fall sind wir noch pünktlich zu unserem Mitfahrgelegenheit-Rendez-vous gekommen, da die Frau auch zu spät war :D. Dann eine unglaublich chaotische Fahrt nach Calais gehabt (sie konnte nicht Autofahren, es hat geregnet und sie hätte nur noch 2 Kilometer fahren müssen, um uns bis vors Hostel abzusetzen, aber neeeiiin, man braucht sich nicht die Mühe machen...war ja nicht am regnen oder so). Naja, sind dann zu unserem Hostel gelatscht und waren einfach nur froh, da zu sein. Geduscht und umgezogen und einfach nur das Bett gefeiert :D. 

Am nächsten Tag ist Miri dann schon früh gefahren, da sie einen Tag früher als ich wieder arbeiten musste. Ich hab dann noch Calais angeschaut und am Meer gechillt, es war unglaublich schön. Der Strand ist echt zu empfehlen, weil dort (zumindest im Juni) einfach niemand ist! 

Es war für mich so entspannt, nach dem Stress der vorherigen Tage konnte ich den Urlaub das erste Mal richtig genießen. 

Bin dann nachmittags mit dem Zug wieder zurück nach Nancy und habe mich dort mit Nils getroffen und einfach gechillt. Und den Mittwoch, den ich auch noch frei hatte, habe ich auch einfach nichts gemacht...

Alles in allem war es ein toller Urlaub, nur dass nichts nach Plan gelaufen ist und wir ständig irgendwie Pech hatten. Aber danke Miri für alles, wärst du nicht gewesen, wäre der Urlaub noch viel viel schlimmer geworden! :-*

Ascencion-Udo und Marlen kommen!

Erneut Besuch aus der Heimat bekam ich an Christi Himmelfahrt, bzw. Ascension auf französisch. Am Mittwochabend kamen die beiden, bzw. die drei an. Hanna, eine Freundin von Sandra, war auch noch dabei, weil sie nicht weit von uns wegwohnt und Sandra besuchen wollte. Auf diese Weise war es also eine perfekte Mitfahrgelegenheit für sie.

Am Donnerstag und Freitag musste ich allerdings arbeiten (Und NEIN, ich hatte nicht an einem Feiertag frei). Wir sind am Donnerstag mit den Kids in den Freizeitpark Walygator gefahren und Udo und Marlen sind da dann ebenfalls hingekommen, um zu sehen, wie ich so arbeite und mit welche Art von Jugendlichen ich es zu tun habe. Abends haben wir dann gemütlich zusammen zu Abend gegessen. Am Freitag musste ich ebenfalls arbeiten udn dazu leider auch noch länger als normalerweise, da noch eine Besprechung von einem Jungen anstand, mit dem ich sehr viel arbeite. Also musste ich dort meine Beobachtungen weiterleiten usw. Abends sind Marlen, Udo und ich dann nach Nancy gefahren und haben uns noch einmal ein wenig die Stadt angeschaut. Der Place Stanislas ist einfach der schönste Platz, den ich je gesehen habe!

Am Samstag haben wir uns die nahe gelegene Stadt Toul angeschaut, an der noch einige Befestigungsanlagen des Krieges erhalten geblieben sind. Auch der Skate Parc war beeindruckend. Abends sind wir zu einem Chor Konzert auf dem Place Stanislas gewesen und das war "Kultur Pur", wie man sagen würde. Es war ein wunderschöner Abend!
Am Sonntag blieb uns dann leider nicht mehr allzu viel Zeit, aber diese nutzten wir noch, um auf einen französischen Flohmarkt (soooo hammer!!) nach Messein zu gehen. Sandra und ich waren mal wieder besessen von all den Sachen und unser Garten besitzt jetzt eine neue Liege!! :) Es war eine supertolle Zeit, aber leider war sie mal wieder zu kurz...

Urs, oh Urs!!

Endlich kam unser Wanderurlaub in Xonrupt-Longmer! Am Freitag, den 23.5. kamen wir in unserem Chalet an und waren vollkommen begeistert!! So ein klasse Haus mit so einer klasse Aussicht!! Guckt euch die Fotos an, dann wisst ihr wovon ich spreche :)

Wir haben Freitag zusammen gesessen und ein bisschen gelabert und wir waren 11 Leute. Es war so cool, mal wieder so viele Menschen gleichzeitig um sich zu haben. Danke Miri nochmal für die Organisation!

Am Samstag ging es dann los-Wandern war angesagt! Nach einigen Startschwierigkeiten hatten wir einen guten Rythmus und nach ein paar Anstiegen waren wir dann oben, ein verlassener Lift erwartete uns. Und eine klasse Aussicht. Aber damit wir kein schlechtes Wetter bekamen, beteten wir zu jeder vollen Stunde "Urs" an, unser Maskottchen, was mitkam. Das hat auch bestens geklappt! Ein paar Diskussionen, ein Motorradfest und eine verlorene Wette später waren wir dann zurück, gingen noch einkaufen in Gerardmer und dann zurück zur Hütte. Ein super Tag, aber wir waren auch alle froh, wieder da zu sein, da es wirklich anstrengend war. Dementsprechend ruhig fiel dann auch der Abend aus, an welchem wir noch Davids Geburtstag feierten. 

Am Sonntag sind wir dann noch zum Lac de Gerardmer und haben das gute Wetter genossen. Nachmittags hieß es dann auch schon wieder: Bye Bye Gerardmer-Hallo Flavigny!

24 Stunden

Am Wochenende 16./18.5. war ich dann erstmal wieder in Flavigny, um wieder richtig anzukommen. Sandra war krank und ich bin freitags bei ihr geblieben. 

Samstags hab ich mich dann doch dazu entschieden, was zu unternehmen und habe mich mit Rebekka, Hanna und Eva in Nancy getroffen. Dort war das 24 Stunden Rennen. Das läuft wie folgt ab: Alle Unis aus Nancy mit allen Studenten entwerfen sich sogenannte "Seifenkisten", also alte Autos, die sie irgendwie lustig umbauen. Dieses Jahr war das Thema Kindheit und so gab es verschiedene Wägen, z.B. ein altes Auto zum Motto Super Mario o. ä. Die Studenten müssen diese Autos 24 Stunden anschieben und natürlich ist da auch nciht wenig Alkohol im Spiel. Wir haben uns das mal angeguckt und es war wirklich lustig. Wir haben den ganzen Nachmittag bei dem Rennen zugeschaut und sind dann anschließend zu Rebekka, um dort zu Abend zu essen. Sehr viele coole Themen gehabt und es war seeehr schwer sich wieder von der Couch aufzuraffen um nochmal loszuziehen. Dementsprechend spät kamen wir dann auch wieder in die Innenstadt und die Party ging dann in der Bar 915, wo wir bis in die Morgenstunden tanzten. Es war echt ein super Abend-Danke Mädels! :)
Am nächsten Tag dann Hanna und Eva zum Zug gebracht und Rebekka und ich haben uns noch mit Billy und Nils getroffen, um im Parc de la pepinière Erdbeeren zu essen und anschließend das Ende des Rennens anzuschauen. 

Bin dann abends mit dem einzigen Bus nach Flavigny und habe mein Wochenende ganz entspannt ausklingen lassen.

Mein Urlaub im Süden

1. Etappe: Toulouse

Nach 3 Tagen Arbeit war es endlich soweit: Ferieeeen!! :) Ich habe natürlich direkt alles geplant gehabt, einanhalb Wochen in den Süden! 

Mittwochs abends brachte mich Delphine, unsere Tutorin, die echt sehr nett und freundlich ist, zum Bahnhof und ich fuhr die ganze schöne Nacht durch bis ich dann donnerstags morgens um 8:13 in Perpignan ankam...Und schon wurde ich mit Sonne und Palmen begrüßt....ein hammer Gefühl!! :) 
Allerdings war Perpignan nicht mein erstes Reiseziel, meine Pläne hatten sich zwischendurch etwas geändert, da ich noch einmal couchsurfen wollte und ich eine Zusage aber erst für 3 Tage später bekommen hatte. Nicht schlimm, ich bin mit Mitfahrgelegenheit nach Toulouse gefahren. "La ville en rose".... Ich wurde überrascht damit, dass es 1. Mai war und NEIN, auch in der sechst größten Stadt Frankreichs fahren an diesem Tag weder Metro noch Busse noch irgendwelche anderen öffentlichen Verkehrsmittel :D Netterweise setzte mich mein Mitfahrer relativ zentral ab und ich bahnte mir mit meinem dicken Rucksack einen Weg durch die Menge. Gerade war dort auf dem Boulevard Straßbourg, einem der größten in Toulouse, eine Demonstration gegen die Arbeitsbedingungen in Frankreich (auch bekannt als der überall bekannte "grève"). Ich habe mir noch ein paar Erdbeeren auf einem Markt gekauft und habe mit zu meiner Jugendherberge, der "petite auberge de Saint-Sernin", durchgefragt. Nach einigen lustigen Unterhaltungen, u.a. mit Polizisten, bin ich dann angekommen, habe meine Sachen hingeschmissen und wollte nur noch Toulouse sehen, denn was ich vorher gesehen hatte, hatte mich schon fasziniert. Es gibt dort wirklich Straßen, wo alle Häuser in einem rosa sind, deswegen heißt diese Stadt auch "die Stadt in Rosa". Ich bin zum Capitole, dem größten Platz in Toulouse und bin durch die Altstadt. Versüßt wurde mir der Nachmittag, indem ich mich an die Garonne, der Fluss, welcher durch Toulouse fließt, setzte und dort ein Musiker spielte. Ich habe ein paar nette Studenten getroffen und insgesamt habe ich endlich mal einen wirklich positiven Eindruck der Franzosen bekommen-alle waren sehr offen und freundlich, sowie hilfsbereit. Zurück im Hostel habe ich mein Zimmer bezogen und direkt meine beiden "roommates" Francesco und Padideh kennengelernt, die beide aus den USA kommen. Viele tolle Unterhaltungen gehabt. Abends haben wir uns dann zu einer Gruppe im Aufenthaltsraum gesetzt. Ich habe selten so viele Leute auf einem Haufen gehabt, die mir so ähnlich zu sein scheinen. Alle wollen neue Sprachen lernen, sind an anderen Kulturen, so wie Sozialem interessiert, wollen reisen und was von der Welt sehen. Da hab ich mich direkt wohl gefühlt!! :) NAch 23 Uhr durften wir nicht mehr laut sein und sind dann in eine Bar weitergezogen, wo wir noch bis in den Morgen gefeiert haben-es war echt klasse!! :)

Am nächsten Tag habe ich mich dann mit Miri und Billy getroffen, die zufälligerweise auch in Toulouse waren zur selben zeit wie ich-echt lustig! Haben uns wirklich GANZ Toulouse angeguckt und waren auch an Ecken, in denen man kaum Menschen getroffen hat. Insgesamt hatte ich in Toulouse nicht das Gefühl, nur von Touristen umgeben zu sein. Es gibt wirklich schöne Parks und Punkte, an denen man abschalten kann :) 

Waren abends dann noch indisch essen und haben über alles mögliche geredet. Auch mit meinen Hostel-Leuten hab ich danach noch was gemacht und wir haben über Gott und die Welt geredet-wirklich schön, seine Ansichten mal wieder mit im Prinzip völlig Fremden auszutauschen. Am nächsten Tag habe ich mich dann noch mit Miri und Billy zum Frühstück getroffen und wir sind auf einem Hochzeitsvideo drauf hahaha :D Habe die 2 dann noch zum Bahnhof gebracht und um 16 Uhr hieß es dann auch für mich, schweren Herzens, Bye Bye Toulouse!!

2. Etappe: Perpignan

Ich kam abends in Perpignan an und wurde mit Sonne empfangen (ganz anders als in Toulouse, wo es so gut wie die ganze Zeit geregnet hat). Da aber leider meine Couchsurferin mir nicht mehr geschrieben hatte und ich somit weder Adresse, noch Telefonnummer hatte, wusste ich noch nicht, wo ich schlafen sollte. Ich hatte mir zum Glück vorher in Toulouse noch ein Hostel rausgesucht, in das ich letzendlich dann auch ging...ich meine, was blieb mir übrig? Ich wollte eigentlich so wenig Geld wie möglich ausgeben, aber auf der Straße schlafen erschien mir dann doch nicht so angenehm. Das ist wirklich das doofe an Couchsurfing: Du kannst Glück haben, aber auch Pech haben und du kannst es im Prinzip vorher nicht ahnen. 

Auf jeden Fall hatte ich ja die Adresse vom Hostel und bin dann auch dorthin gegangen. Habe eingecheckt und es war wirklich kaum jemand in diesem Hostel und ich dachte, ich müsste einfach alleine da sein. Aber DANN lernte ich Patrick kennen, ebenfalls aus Amerika. Wir waren echt die einzigen beiden Jugendlichen dort und haben dann über Reisepläne und alles geredet und zusammen zu Abend gegessen. "What do you think about a riding trip in Mongolia?". Solche Ideen hat Patrick :D Leider ist er am nächsten Tag schon wieder weiter, aber es war auch nur noch seine letzte Woche in Europa bevor es für ihn zurück geht nach good old america. Frühstück intus und gut gerüstet habe ich Perignan erkundet (sooo viel gibt's da nicht :D ) und bin dann anschließend zum Strand gefahren. Super tolles Wetter und der erste Sonnenbrand des Jahres-yipaaaah!! 
Als ich abends wieder zurück ins Hostel kam, traf ich dann meine neue Zimmergenossin Angela aus Spanien. Sie k0nnte leider weder französisch noch englisch noch irgendeine andere Sprache außer spanisch und dementsprechend lustig waren dann auch unsere Konversationen :D. Sich 2 Stunden über Google Translator zu unterhalten-das hatte schon Klasse. 

Mein Beschluss fasste sich dort: DU MUSST SPANISCH LERNEN! (Ich wollte es ja schon länger, aber da ist es mir nochmal so richtig bewusst geworden, wie toll diese Sprache ist). 

Der nächste Tag war ebenfalls sehr schön, ich beschloss, in den Pyrinäen zu fahren. Mit dem 1-Euro-Zug bin ich in ein kleines Dorf mitten zwischen den Bergen. Hier erfuhr ich viel über die Geschichte Catalaniens und Frankreichs (Perpignan befindet sich nah an der Grenze zu Catalanien/Spanien). Auch sah ich die erste und schönste "Bonbonerie". Die kleinen Straßen waren supermegaschön und ich blieb einen ganzen Tag dort, ich fuhr erst abends wieder zurück, weil es so schön war und dort einfach so tolle Luft war. Habe gelesen und nix gemacht :D hihi

Abends wieder im Hostel hab ich mit Angela gegessen und wir haben uns wieder unterhalten, das war schon wieder richtig Sport, so viel wie ich mit den Armen rumgefuchtelt hab. Auf jeden Fall sind wir dann abends noch zusammen in Perpignan losgezogen, aber dort ist wirklich NIX. Also sind wir relativ schnell wieder zum Hostel und haben einfach noch gequatscht :) Außerdem bekamen wir noch eine neue Zimmerpartnerin, Clare, ebenfalls aus Amerika :D Sie hat gerade ihren Euopatrip angefangen und will in Frankreich bleiben vorerst, um einem Mann bei dem Aufbau eines Hostels in Narbonne zu helfen. Sie war super lustig und wir haben Twilight auf französisch geguckt :D :D Die beiden Mädels waren wirklich super. 

Am nächsten Tag musste ich mich dann schon schweren Herzens von Angela verabschieden und bin mit Clare noch n Kaffee trinken gegangen, bis mich dann mein Zug nach Montpellier erwartete, wo ich mich mit Sandra treffen wollte.

3. Etappe: Montpellier

Nachmittags kam ich dann also in Montpellier an, wo Sandra und ihre Freundin Ute, sowie deren Freundin Lea auf mich warteten. Wir haben bei Ute 3 Nächte übernachtet, was echt klasse war! Haben am ersten Tag bei Ute eigentlich nur entspannt, Sandra ist auch bei ihrem Seminar krank geworden und konnte deshalb nicht allzu viel machen. Haben abends mega lecker Flammkuchen gemacht und einfach nur geredet bis in den Morgenstunden. Am nächsten Tag haben wir ausgeschlafen und danach hat Ute uns Montpellier ein wenig gezeigt. Wir hatten echt teilweise klasse Blicke über die ganze Stadt!! :) Haben ein paar Fotos geknipst und sind einfach rumgelaufen. Eine super HipHopGruppe, Unité délires, hat uns eine Stunde in der Innenstadt gefesselt. Abends wollten wir dann eigentlich noch Schlittschuhlaufen waren. Wir sind auch zu dem Viertel hin und mussten vorher noch etwas essen, weil wir echt soo Hunger hatten. Nach einiger Suche nach einem einigermaßen bezahlbarem Restauraunt hat es uns in ein brasilianisches verschlagen. Es war so irre lecker, ich wusste nicht, dass es so leckeres Essen in Brasilien gibt!! Aber Vegetarier sollte man da nicht sein, ein bisschen Flexi ist ja immer drin :D Sind dann dort auch verblieben und haben leider so lange gequatscht und gelacht, dass die Schlittschuhhalle schon zu war-uuuups. 

Am nächsten Tag haben wir wieder lange geschlafen und sind dann zum Strand. Das Wetter war nicht soo toll, aber Sandra und ich haben's uns nicht nehmen lassen, schwimmen zu gehen! Auch haben wir dann noch Tim und Petar getroffen, 2 Freiwillige aus Toulon, unsere nächste Etappe, die uns den Schlüssel ihrer Wohnung bis Sonntag )Ende unseres Urlaubs) geliehen haben. Wir haben die Abendsonne in Montpellier doch noch gefeiert und haben uns für abends wieder verabredet, um in Montpellier gemeinsam feiern zu gehen. Nach dem Essen sind Tim und Petar dann vorbeigekommen und wir haben uns in den "Jardin Peru" geschlichen. Die Aussicht war atemberaubend. Haben einfach ein bisschen gechillt und die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Anschließend sind wir dann in einen Club in Montpellier und ausnahmsweise hab ich in einem Club in Frankreich mal KEINE Technomusik zu Ohren bekommen :D Es war ein super Abend und ich danke Ute und Lea hiermit nochmal, dass ihr uns so lieb aufgenommen habt, auf dem Dach chilln und Montpellier sehen-das hatten wir nicht ohne euch machen können! :)
Am nächsten Tag morgens hieß es dann für Sandra und mich: Ciao Ciao Montpellier!

4. Etappe: Marseille und Toulon

Auf unserer Zugfahrt nach Toulon hatten wir noch einen Zwischenstop in Marseille, wo wir dann noch unseren Tag verbrachten. Wir gingen zu der Kathedrale, wo man einen super Blick über ganz Marseille hatte und kauften uns Früchte auf einem Markt. Allein schon der Weg durch die Altstadt war echt cool-sehr viel Graffiti und kleine, süße Läden mit tollen, kreativen Sachen. Wir wollten eigentlich noch zum Strand, beschlossen aber, dass es gut sei und dass wir nach Toulon fahren wollen, was wir dann auch getan haben. Sind zu Tim's und Petar's Wohnung und haben es gefeiert, einfach da zu sein (es war wirklich heiß an dem Tag :p). Haben ausgeschlafen und dann gefrühstückt und haben dann Toulon erkundet. Man kann dort mit einer roten Seilbahn hochfahren auf den Mont Faron, einen Berg, von dem aus man eine klasse Sicht über Toulon hat!! :) Auch die im Ticket enthaltene Bootsfahrt am Abend war super schön und wir wollten gar nicht, dass der nächste Tag schon unser letzter in Toulon sein würde.. 

Haben auch an diesem Tag dann wieder ausgeschlafen und haben dann nur noch am Strand entspannt. Mein zweiter Sonnenbrand :D Zum Glück hatte Sandra noch Geld von ihrer Mutter bekommen, um eine Käseplatte zu kaufen, die wir dann noch am Strand in einem Restauraunt verspeisten. Abends kamen dann Tim und Petar wieder und wir übergaben ihnen ihre Wohnung. Sind dann abends mit dem Nachtzug wieder zurück nach Nancy...Und so schnell geht mein Südfrankreichurlaub vorbei und die Arbeit wieder weiter!

Entspannung.

Am Wochenende 25.-27.4. habe ich nicht besonders viel unternommen, es war sehr entspannt. Freitags war ich ziemlich fertig von der Arbeit und habe mich dann abends mit Sandra zusammen in die Küche gesetzt und ein bisschen gequatscht. Sind dann auch relativ früh ins Bett und am nächsten Tag bin ich mit meiner Nachbarin Kerstin nach Pont-à-Mousson gefahren. Ist eine sehr überschaubare Stadt und man MUSS sie nicht gesehen haben :D.
Nach einer kleinen Wanderung auf der unauffindbaren "fontaine rouge" sind wir dann zurückgefahren, waren noch kurz einkaufen und ich habe beschlossen, meine Ernährung ein bisschen umzustellen (habe also gaaanz viel gesundes Zeug gekauft). Abends kam dann noch Rebekka aus Nancy und wir haben zu 4. noch ein bisschen geredet und einen Film geschaut (bzw.: Sandra musste packen, weil sie den Tag darauf zu ihrem Seminar in die Normandie gefahren ist). Am Sonntag sind Sandra, Rebekka und ich dann nach Nancy und haben uns noch mit einer anderen Freundin Julia getroffen, die 2 Auslandssemester in Nancy gemacht hat und jetzt wieder zurück nach Deutschland fährt. 
Alles in allem: Entspanntes Wochenende, musste aber auch sein, weil ich am Mittwoch, den 30.4. in den Süden Frankreichs fahren werde! :) Dafür muss man ja fit sein-Alsoo liebe Leser, ich werde mal meinen Rucksack packen und mich mental auf den Trip vorbereiten :D
Bisous, 
Pia

Joyeuses Pâques!

Das Osterwochenende 19.-21.4. bin ich in Flavigny geblieben und Sandra, Miri, Roberta und ich haben ganz entspannt zusammen Ostern gefeiert. Wir haben ganz viele leckere Sachen zum Frühstück gehabt, haben sonntags Eier im Garten versteckt und haben das traditionelle Eierditschen gemacht. Auch die Leute vom accueil haben wir ein paar unserer selbstgefärbten Eier vorbeigracht, was große Freude mit sich brachte. Nach dem deftigen Frühstück brauchten wir erstmal alle Schlaf und Entspannung, also haben wir alle ein bisschen rumgehangen und uns abends wieder zum Essen versammelt :D Dann schön schlafen gegangen und natürlich keinen Wecker gestellt. Auch am Ostermontag haben wir ein bisschen entspannt und nichts wirklich erzählenswertes getan, aber nach meinem Geburtstagswochenende tat so ein entspanntes Wochenende echt sehr gut! :)

It's birthday time :)

Ich bin nun offziell auch alt: 20 Jahre-das musste natürlich gefeiert werden!! :)
Alle meine Freunde aus Warendorf und viele von den Freiwillige sind gekommen, um dieses Event mit mir zu feiern. Es war eine richtig coole Party und ich habe mich total gefreut, dass alle da waren!! :) Das Wochenende war super und auch der Besuch Nancys am Samstag war richtig entspannt. Danke an alle, dass ihr hier wart und mir so einen tollen Geburtstag beschert habt!! :) Habe euch lieb ♥

ça monte et ça monte

Ich habe ein Mädchen auf meiner Arbeit, die ziemlich launisch ist. In einer Sekunde beißt sie andere Kinder und gibt jeden einfach mal einen Schlag und im nächsten Moment umarmt sie dich und guckt dich mit großen Augen an und sagt mir, wie ich meine Haare zu machen habe. Sie war jetzt eine lange Zeit sehr gut drauf und hat viel an sich und ihrem Verhalten anderen gegenüber gearbeitet. Allerdings geht es ihr gerade wieder schlechter und sie weint viel wegen Kleinigkeiten, z.B. das die Musik eines anderen zu laut ist oder dass sie lieber zu ihrem Vater als zu ihrer Mutter will (Sie ist immer eine Woche bei ihrem Vater und dann eine Woche bei ihrer Mutter, weil ihre Eltern getrennt leben). In der nächsten Woche will sie dann lieber zu ihrer Mutter usw. Ihr fällt es im Moment sehr schwer, mit der Realität zu leben, dass ihre Eltern getrennt sind und es zu akzeptieren. Ich kann diese Situation wahrscheinlich gar nicht verstehen, aber ich versuche mit allen meinen Möglichkeiten nachvollziehen zu können, wir sie sich wohl fühlen muss. Doch dann ihr zu erklären, dass sie nicht das Recht hat, ihre Frustration an anderen rauszulassen, ist sehr schwer. Man kann dieses Verhalten in vielerweise interpretieren. Ich denke, dass sie ihre eigene Aggression, die sie aufbaut, weil ihre Eltern nicht mehr zusammenleben, auf andere überträgt, die vielleicht nichts mit der Sache zu tun haben, denen sie aber das gleiche Leid antuen will. Ich hoffe für die Zukunft, dass sie sich bald wieder besser unter Kontrolle hat und wieder die Alte wird.

Ein Marathon in Paris-yipaaah!! :)

Am ersten Aprilwochenende bin ich mit Lars nach Paris gefahren, um dort Nora und Anna zu treffen. Lars und ich haben uns Freitagabend relativ einfach am Gare de l'Est in Paris gefunden und sind dann zusammen zu Noras Apartement gefahren. Dort haben wir dann Nora und ihre Freundin getroffen und haben erstmal nur in der Wohnung gehockt und gequatscht. Abends gegen 23 Uhr entschlossen wir uns dann mal dazu, in Paris noch ein wenig loszuziehen, allerdings waren alle der Meinung, es langsam angehen zu lassen, was wir dann auch taten. Im Quartier Latin haben wir uns in eine süße Bar gesetzt und dort einen Cocktail geschlürft. Sind dann abends wieder mit der Pariser Metro und dem Bus Nummer 189 zurückgefahren.

Am nächsten Morgen haben wir erstmal ein bisschen ausgeschlafen und dann sind Lars und ich zusammen losgezogen, um Anna vom Bahnhof abzuholen (sie kam aus Compiègne mit dem Zug). Sind dann gemeinsam ewig durch Paris geschlendert, es war total tolles Wetter und deswegen habe ich Paris das erste Mal als angenehm enpfunden, weil wir uns nicht haben stressen lassen. Auf einmal sind wir am Eiffelturm entlang, ohne dass wir es geplant hatten und dann nur so: "Oh guck mal, sind am Eiffelturm!" Auch haben wir uns keine großen Programmpunkte vorgenommen gehabt und deswegen war der Samstag zwar anstrengend für die Beine, aber doch wunderschön und vollkommen tiefenentspannt. Auch die Demo vor der Opéra haben wir zufällig mitbekommen. Sind dann abends noch zu Rafael gefahren, der sich für den großen Parismarathon angemeldet hat und sich gerade in der mentalen Vorbereitung befand. Dieser Marathon war mein eigentlicher Grund, nach Paris zu fahren, um Raffko ordentlich anzufeuern, damit er auch die 42,195 km übersteht. 
Am nächsten Tag standen wir dann also früh auf, um Raffko an Kilometer 5, an der Bastille, das erste Mal zuzujubeln. Allerdings starteten 50.000 Läufer, d.h. wir konnten Raffko in der Menge noch nicht ausmachen, leider. Nach ein paar lustigen Momenten, wo wir irgendwelche Läufer anfeuerten und ihre Namen schrien (die stehen vorne bei der Startnummer, genauso wie das Land, aus dem sie kommen), woraufhin diese sich umdrehten und komisch guckten, sahen wir dann Rafael. Ich sage euch: Ich habe schon lange nicht mehr so laut geschrien :D Er warf und Kusshände zu auf welche hin wir fast umkippten (nee Spaß, es war einfach nur lustig :D). Wir sind anschließend zum Eiffelturm gehetzt, wo die Läufer auch herliefen, um ein tolles Foto zu schießen, was allerdings auch nicht gelang. Am Ziel jedoch gaben Lars, Anna und ich nochmal unser bestes, um Raffko richtig aus der Reserve zu locken und er schaffte den letzten Kilometer auch noch!! :) 3 Stunden und 23 Minuten, wenn das mal keine Leistung ist!! :) 
Eine Stunde später sind wir dann mit Rafael noch zum Arc de Triomphe gelaufen und haben Fotos mit seinem Finisher Shirt gemacht. Er war der Held des Tages! :)
Dann ist er mit seinen Läuferkumpanen wieder abgereist und Anna, Lars und ich haben noch ein bisschen entspanntes Sightseeing gemacht. U.a. haben wir uns nachmittags nochmal mit Nora getroffen, um im Marais noch eine Falafel und einen crêpe zu essen. Auch shopping im Forever 21 durfte nicht fehlen. 

Danke Leute für das coole Wochenende-es hat mir echt Spaß gemacht!! :)

Verdun und seine Vergangenheit

Am 29.3. bin ich mit 3 anderen Freiwilligen nach Verdun gefahren, einem wirklichen historischem Ort. Erst sind wir durch Verdun selbst gelaufen, haben ein bisschen die Stadt erkundet, aber waren beeindruckt davon, dass es kaum Spuren des Krieges gab. Wir fragten uns durch und sind auf einen Tipp hin nach Douaumont gefahren, wo man am meisten Geschichte erfährt. Auf der Fahrt dahin sind wir an einem kleinen Dorf vorbeigefahren, Fleury. Wir sind angehalten, weil wir ein Ortseingangsschild und ein Ortsausgangsschild fast direkt hintereinander sahen und wir fragten uns nur: "Was ist denn hier schief gelaufen?" Wir stiegen aus und dahen eine hügelige Grasfläche mit Schildern und einer Kathedrale in der Mitte. Fleury ist eins von 9 zerstörten Dörfern. Die Schilder zeigten, was sich vorher an der Stelle befand. Die Hügel waren da, weil alles verbombt war. Man hat sich als Deutsche wirklich bei so einem Anblick für seine Vergangenheit geschämt. 

Als wir dann weiter nach Douaumont fuhren und den unglaublich großen Soldatenfriedhof mit seinen 15.000 Kreuzen sahen, waren wir noch erschreckter, man konnte wirklich mitfühlen, was damals geschah. Ich war es in der Schule leid, diese Themen immer und immer wieder durchzukauen und habe mich nie wirklich für Geschichte interessiert. Aber wenn man genau davor steht und sieht, wie viele Leute dabei gestorben sind und was alles zerstört wurde, ist man ziemlich geschockt. 
In der ganzen Gegend war wirklich nichts, alles wurde so gelassen, wie es nach dem ersten Weltkrieg aussah. Keine Gebäude weit und breit und man sieht nur Waldfläche. Hätte nicht die Sonne geschien, hätte es noch viel schlimmer ausgesehen als so schon. 

 

Wir haben noch eine Kerze angezündet für all die gefallenen Soldaten. Es sollen in Realität auf beider Seiten mehr als eine Millionen Männer gefallen sein, alleine in der Schlacht von Verdun. Der 21. Februar 1916 hat alles ausgelöst, die Deutschen haben alles ausgelöst. Wir sollten also immer wieder froh darüber sein, dass wir in einem vereinten Europa leben und vorallem in Frieden leben, denn vor knappen hundert Jahren war all dies noch nicht möglich! Ich hätte niemals hier nach Frankreich kommen können und ich finde, wir sollten es immer wieder schätzen, dass heute kein Krieg mehr ist.

 

 

Besuch der alten Freiwilligen

Das Wochenende vom 27.-30.3. hatten wir dann Besuch von 2 ehemaligen DRK Freiwilligen, die aufrgrund von Platzmangel bei uns und nicht bei unseren Nachbarn geschlafen haben. Donnerstagabend kam ich nur von einem Wohnzimmerkonzert aus Nancy nach Hause und auf einmal sitzen 2 unbekannte betrunkene Männer in meiner Küche-das war schon eine lustige Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde :D

Auch am Freitagabend hatten wir einfach nur Spaß, haben uns alte Stories erzählt und ein bisschen zusammen gechillt bis in die Morgenstunden. Ich war immer die letzte, die mit den beiden noch unten saß, aber habe mal wieder dieses Feeling genossen, Besuch zu haben und mit denen einfach über jeden Schwachsinn reden zu können :D
Auch am Samstag saßen wir so ewig zusammen, war einfach schön-danke Jungs, ich fand's ein super Wochenende! :)

9 Tage Heimat

Direkt am Donnerstag bin ich dann nach Warendorf gefahren. Danke Kerstin nochmal, dass du mich so früh morgens gefahren hast!! 

Von Nancy nach Straßburg, eine total nette Französin aus Toulouse kennengelernt, von Straßburg nach Köln und von Köln nach Münster, wo meine Mama und meine Oma mich abgeholt haben. Das ganze Wochenende in Warendorf noch krank gewesen, aber dank Papa's, Mama's, Marlen's und Oma's Umsorgung schnell wieder gesund geworden-ich hab euch lieb ♥

Dann in Warendorf einfach eine schöne Zeit gehabt, unter anderem Gina's dritten Geburtstag gefeiert-eine klasse Zeit, ich liebe euch Leute! :)
Und dann am Samstag wieder nach Straßburg, wo dann die Spanish Party von Joan stattfand. War ein super lustiger Partyabend und hatte schon lange kein Shuffle Battle mehr-einfach klasse! :)

Am Sonntag dann mit Sandra zurück und schön gechillt-es waren 2 tolle Wochen Ferien! :)

 

Erste Couchsurfingerfahrung in London

Als unsere Ferien anfingen, sind Lili, Sandra und ich nach London losgezogen. Vom 8.3.-11.3. sind wir da geblieben und es war echt ein cooler Trip UND ich habe das erste Mal gecouchsurfed :)
Alsoo...wir fuhren los in Nancy mit einer Mitfahrgelegenheit und kamen mittags in Paris an, von wo aus unser Bus uns nach London fuhr. Wir saßen im Doppeldecker ganz vorne!! muhuha. Und haben eine waschechte Londonerin im Bus getroffen, die uns schon ein paar Insider gegeben hat, weil wir echt nix geplant hatten :D Nach einigen lustigen Grenzkontrollen und witzigen Straßen (Falsche Straßenseite :D ) kamen wir dann in London an. Unser Couchsurfer und wir hatten uns ein bisschen mit dem Ort vertan, haben uns aber dann nach einer knappen Stunde Warterei gefunden. Sind dann zu ihm und haben gemerkt, in was für einem Palast wir gelandet sind...mitten neben der Oxford Street in London einen riesen Appartement mit 4 Badezimmern und einem kleinen Luxuszimmer für Sandra und mich-der Hammer!! :) Turki hieß der Gute und wir glauben bis heute: Er ist ein Scheich!! :D
Naja, haben uns dann relativ schnell pennen gelegt und sind am nächsten Tag nach einem überschaubarem Frühstück (als Scheich muss man ja auf seine Linie achten ;) ) in den Hyde Park gegangen, um dort die Speaker's Corner und die bekloppten Redner dort zu hören. Auch haben wir ein wenig Geld ausgegeben für einmal Tretbootfahren um den See :) War echt schön, da das Wetter uns zum Glück unterstützte!! :) Allerdings war mir da schon etwas mulmig und gegen 15 Uhr und dann musste ich wieder zurück gehen, weil es mir echt schlecht ging. Habe dann geschlafen und Fieber bekommen, Medikamente genommen und geschlafen und wieder Medikamente genommen-Turki war super nett!! Und Sandra ist eh der größte Schatz, sie hat sich total super um mich gekümmert!! 
Abends ging's mir dann ein bisschen besser und ich beschloss, am nächsten Tag wieder London zu besichtigen. Sandra Lili und ich haben dann am Montag ein paar Sightseeing Sachen abgeklappert: Picadilly Circus, Buckhingham Palace, London Eye, Big Ben und die Tower Bridge. Danach ging's mir allerdings wieder total dreckig und ich musste wieder zurück. Lag dann abends mit Atemnot und Fieber und allem drum und dran flach und bin an unserem letzten Tag im Bett geblieben, um die Busfahrt einigermaßen zu überstehen. Dienstagsabends sind wir dann zurück nach Paris und anschließend zurück nach Nancy, wo ich wieder nur ins Bett gefallen bin. Also habe ich nicht sooo viel von London sehen können und sorry again Turki that i wasn't that fit and thanks for your help! :)

Am Ende meiner Kraft

Einen Freitagmorgen ging ich auf die Arbeit, mehr oder weniger pünktlich, um 7:30. Alle Jugendlichen waren ziemlich aufgewühlt an diesem Morgen und haben sich gegenseitig sowie uns als Erzieher provoziert. 
Ich habe einen Jungen in meiner Gruppe, der 2 Meter groß ist und ziiemlich kräftig. Er ist ein superlieber Mensch, der eigentlich keiner Fliege was zu leiden tut. Er ist einer der intelligentesten der Gruppe, hat allerdings Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen, da er die anderen ziemlich häufig nicht versteht. Diese From von "Schüchternheit" ist bei ihm eine leichte Form des Authismus, also die Schwierigkeit, mit anderen in Beziehung zu treten. 
An diesem Morgen ging also sowieso schon alles drunter und drüber, ein Streit hier, ein Streit da, zu wenig Erzieher da und alles. Und dann entstand ein Streit zwischen diesem Jungen und einem anderen. Ich kam nur in den Raum und der große, kräftige Junge schlug auf einen kleinen Jungen ein, er nahm seinen Kopf und knallte ihn auf den Tisch. Ich bin nur hin und habe reflexartig den großen Jungen weggezogen. Er war vollkommen außer sich, so hab ich ihn noch nie vorher gesehen. Zum Glück war ein männlicher Erzieher anwesend, der ein professioneller Judokämpfer ist. Er hat den Jungen festgehalten und ihn beruhigen können. Der Junge hat so ziemlich alles in seiner Umgebung zerstört, hat gegen Wände getreten und geschrien und nach dem Erzieher geschlagen. Es war wirklich schlimm und ich habe alle anderen Jugendlichen nur raus gebracht, damit sie davon nicht so viel mitbekommen. 

Ich wäre mit dieser Situation niemals alleine klargekommen und war super froh, dass mein Kollege da war! Auch lernt man also im Freiwilligendienst im Team zu arbeiten und zusammenzuhalten, sich auf andere verlassen können.

Solution? Nein, nicht wirklich.

Alle, die meinen Blog verfolgen, haben bestimmt meinen letzten Eintrag über den Jungen gelesen, der ins Krankenhaus gekommen ist. 

Er ist nun wieder aus der psychatrischen Behandlung entlassen worden und er bekommt jetzt andere Medikamente. Er kann jedoch seitdem nicht einschlafen und hat unglaublich Angst vorm Tod, vor Leuten, die kommen, um ihn zu töten und vor Dunkelheit. Es ist manchmal wirklich erschreckend, wie er drauf ist. Einmal blickte er mir in die Augen und sagte: "Einen Tag werde ich mich umbringen, Pia." Das war ziemlich heftig für mich und ich habe versucht, ihm zu erklären, wie schön das Leben sein kann. Allerdings hat er dies glaube ich noch nie wirklich erlebt,weil viele dieser Kinder hier einfach keine schönen Leben haben. Woher sollen sie also wissen was "schön" überhaupt bedeutet?

Was kann ich bloß tun?

Ich hatte heute, Montag, den 3.3.2014, ein sehr einprägendes Erlebnis mit einem Jungen auf meiner Arbeit. Dieser Junge hat ein Psychoseproblem und hat häufiger Anfälle, wo er schreit und alle tritt und total in seiner Welt ist und niemanden um sich herum zu bemerken scheint. Er ist dann immer sehr aggressiv und kann sich auch selber verletzen, sodass ich häufiger schon mit anderen Erziehern auf ihn draufsetzen musste oder Griffe anwenden musste, damit er sich beruhigt. Er sagt anschließend immer: Ich habe Angst. Das ist bei ihm sowieso ein großes Problem: Er hat Angst, dass, wenn er nicht ständig auf's Klo geht, sich in die Hose macht. Er hat Angst, dass, wenn er Leute nicht sieht, dass sie tot sind. Er hat Angst vor vielen Sachen im Allgemeinen. Und auch sonst könnte ich Seiten nur über ihn und seine Verhaltensweisen schreiben-es ist super interessant, aber auch irre anstrengend. 
Naja, heute hat er wieder einen Anfall gehabt oder besser gesagt 4..Ich bin erst um 13 Uhr auf die Arbeit gekommen und bin dann mit ein paar Jugendlichen ins Kino gegangen. Als wir zurückkamen hört ich nur aus den oberen Räumen den Jungen, wie er schrie wie am Spieß und ich bin hochgelaufen, weil ich einer seiner engsten Bezugspersonen bin und ihn meistens gut wieder beruhigen kann (bei uns herrscht im Moment eine extremer Personalmängel, in der Lerngruppe dieses Jungen sind schon 3 Erzieherinnen, die aufgehört haben, dort zu arbeiten, weil es einfach zu anstrengend war). Also, ich seh ihn nur dort am Boden liegen, 2 Erzieher (MÄNNER!!) auf ihm drauf und am Schreien ohne Ende. Die Direktorin und meine Chefin sind schnell dazugekommen, weil sie ihn gehört hatten. Ich wollte ihn beruhigen, aber er hat nur wie wild um sich geschlagen und getreten und hat Sachen um sich geworfen, es war unfassbar. Dann hab ich seine Hand genommen und er hat mit mir in seinem Anfall geredet/ geschrien: Pia, J'ai peur!! (Pia, ich hab Angst). Und ich hab immer wieder nur gesagt: Ich bin da, wir sind da, wir sind alle da für dich, das wird schon, beruhige dich. Das hat dann dank meiner Hilfe nach einigen Minuten auch geklappt und ich hab mich um ihn gekümmert. Als ich dann hörte, dass er diese Krise schon das 4. mal machte heute, war ich unglaublich geschockt, weil ich es noch nie so extrem gesehen hatte bei ihm..
Dieser Junge wurde heute noch ins Krankenhaus in die psychiatrische Abteilung eingeliefert und ich weiß nicht, wann er zurückkommt. Mir wurde erzählt, von meinem Tutor, der mit dem Jungen ins Krankenhaus gefahren ist, dass seine Mutter und sein Vater dort aufgekreuzt sind. Die Mutter hätte wohl zu ihm gesagt: Seit 15 Jahre muss ich dich Stück scheiße an mir rumtragen, mir reicht's, du bist nicht mehr mein Sohn. Insgesamt haben die beiden Eltern, die getrennt leben, sich unglaublich gestritten vor dem Jungen, sodass die Leute im Krankenhaus denen sagen mussten, dass sie sich bitte beruigen sollen. Auch wird der Junge wohl zuhause geschlagen.

Ich finde es einfach nur schrecklich, weil ich mit diesem Jungen sehr viel Zeit verbringe und klar, manchmal ist es anstrengend, aber er ist super lustig, direkt, zuvorkommend (er öffnet dir sogar im Supermarkt die Tür, wenn diese sich eigentlich automatisch öffnen :D ) und so liebevoll manchmal, dass es mir das Herz zerbricht, so etwas zu hören. Er könnte so ein unfassbar toller Mensch sein, hätte er nicht diese scheiß Eltern, die ihm niemals in seinem Leben Liebe geschenkt haben. Deswegen hat er auch einfach immer Angst, vor allem, und ich wünschte, ich könnte was tun. Aber ich kann ihm nur meine Liebe und meine Geborgenheit bieten und ihm immer wieder sagen, wie gern ich ihn habe. Ich kann nichts machen, seine Kindheit hat ihm praktisch alles genommen und ich finde das einfach so unfair. 

Auch sowas lerne ich in meinem Freiwilligendienst: Das Leben kann so unfair sein.

On y va-Saverne!

Im letzten Februarwochenende (der sowieso viiel zu kurz ist) bin ich spontan nach Saverne zu Makbule und Janina gefahren. Nachdem ich den Freitagabend noch in Nancy gefeiert habe, bin ich dann Samstagsmittags losgefahren. Mit dem Fahrrad ganz fleißig den Berg nach Richardmenil, über Ludres und von dort aus den Stadtbus genommen (ihr müsst wissen, aus Flavigny kommt man sehr schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln weg :D ). Dann eine Stunde im Zug und um 14 uhr in Saverne angekommen, wo ich von Janina abgeholt wurde. Saverne war größer als gedacht und es ist echt ein wunderschönes Fleckchen im Elsass! :) kleine,süße Straßen und doch genug, um gut einkaufen zu gehen. Wir haben ganz entspannt den Samstag mit einem Film ausklingen lassen (Lars ist auch noch aus Straßburg gekommen), nachdem wir unser Dinner, bestehend aus Nudelsalat und Gemüse, eingenommen hatten. Auch den Sonntag gingen wir entspannt an und machten uns crêpes zum Frühstück-sooo lecker! :)

Sonntagsnachmittags bin ich dann wieder mit dem Zug nach Nancy, mit dem Bus nach Ludres und mit dem Fahrrad bis nach Flavigny gefahren (die Rückfahrt war wesentlich angenehmer, da ging's bergab :D ). Dann nachmittags noch n bisl im Garten gewerkelt und auf einem kleinen Bastelmarkt in Flavigny gewesen. Es wird langsam schön in Flavigny!! :)

Bisous :-*

Pauli et moi et mes collègues

Am 20.3. ist mich eine andere Freiwillige, die Pauline, in Flavigny besuchen gekommen. Ich musste am Freitag noch arbeiten und war nach der Arbeit ziemlich fertig, also haben wir erstmal noch eine Runde gepennt. Dann haben wir ganz tranquille eine Lasagne gemacht und spontan noch Olivia, meine Freundin hier aus Flavigny zum Dinner eingeladen, da sie vorher mit uns einkaufen war (merci à toi!). Gaaaanz lecker gegessen und uns fett gefühlt, aber war mega geil :)

Samstags beschlossen wir dann, dass Pauli ja was von Nancy sehen solle und ich zeigte ihr all die schönen Dinge in Nancy. Hier, für die, die Nancy mal besichtigen wollen, ein paar Informationen:

Was muss man in Nancy auf jeden Fall machen? 

1. Die Einkaufsstraße. Dort einfach n bisl schlendern und die Atmosphäre wirken lassen. 2. Den Platz Stanislas mit der Statue in der Mitte und dem Hôtel de ville (auf der einkausstraße rechts links halten, wenn du goldene tore zu deiner linken siehst, dann abbiegen). 3. Den Parc de la pepinière mit den Tieren (ist praktisch direkt am place stan). 4. Den Arc de triomphe und den dahinter liegenden place de la carrière (siehst du schon vom place stan aus ) 5. Die Altstadt bis zur Cathedrale la Saint Epvre (ist bei dem triumphbogen links). 6. Wenn ihr Museen besichtigen wollt: am place stanislas ist ein musée des beaux-arts, das ist ganz nett und sonst gibt es noch das musée historique de lorraine und das musée de l`école de nancy. 7. Ein café was ihr unbedingt testen solltet wenn ihr in nancy seid ist das café des artistes (wenn ihr bei dem ausgang musée des beaux-arts rausgeht die straße hoch). 8. Ansonsten kann man in nancy paintball spielen und andere verrückte Aktionen starten, denn JA, Nancy ist die größte Stadt Lothringens und NEIN Nancy ist nicht annähernd so groß wie Paris, aber hat trotzdem schon eine stolze Anzahl an Einwohnern!

Nachdem wir also Nancy gesehen haben, sind wir zurück nach Flavigny und haben uns dort schick gemacht, um dann um 18:45 von meinem lieben Tutor Mika mitgenommen zu werden. Wir hatten ein Dinner mit meinen Kollegen und es war einfach ein superlustiger Abend! Ich bin total froh, dass ich da war und alle mal privat kennengelernt hab, es war wirklich lustig :D

Am Sonntag sind wir dann morgens mit dem ersten Bus nach Nancy und dann ist Pauli mittags abgefahren und ich habe noch mit Nils, einem Volontaire aus Nancy, einen Film geschaut und bin dann zurückgefahren nach Flavigny.

 

En générale war das Wochenende echt ruhig aber super lustig und ich war echt froh, dass Pauli da war. Sie ist erst seit 2 Wochen in Frankreich, weil sie ihren Dienst vorher in der Ukraine geleistet hat, aber die Stelle aus gewissen Gründen verlassen musste (was wirklich eine gute Entscheidung war, denn jetzt herrscht dort ja ziemlich Unruhe).

Dicken Bisous,

Pia

Le jour du St. Valentin

Am Valentinstag hatten Sandra und ich die grandiose Idee, uns ein Menü zu kochen: Es gab also zur Vorspeise Bruschetta, dann Flammkuchen und zum Nachtisch ein Dessert mit Weintrauben-unglaublich lecker!! :) Dazu einen leckeren Cidre...hmhhh...

Am Samstag sind wir dann nach Luxemburg gefahren, um uns die Stadt anzuschauen, entschuldigung: anzugucken :D. Es ist eine sehr schöne Stadt und da wir nicht die typische Touri-Tour gemacht haben, haben wir seehr schöne Ecken gesehen, an denen keine Leute waren. Auch ein paar Fotos wurden geschossen und eine warme Schokolade getrunken. Abends sind wir zurück nach Nancy gefahren, wo wir uns mit Olivia, unser Freundin aus Flavigny, getroffen haben. Wir haben etwas gegessen und sind dann zu einem Reggae.-Konzert gefahren. Ich sage euch: Zu Reggae kann man nicht tanzen :D Aber der Abend war sehr cool und ich war dann auch froh, gegen 1 zuhause zu sein. 

Am Sonntag habe ich dann angefangen, im Garten zu arbeiten, weil ich Lust dazu hatte. Mein kleines privates Projekt ist jetzt erstmal der Garten, so kann ich mehr Zeit an der frischen Luft verbringen und habe nachher tolle Resultate. :) 

Das war's vorerst aus Flavigny, Dicken Kuss an euch :-*

Ein paar Zeilen meines Zwischenberichtes..

Tätigkeit, Arbeitsbedingungen& Umfeld

 

Seit Anfang September leiste ich meinen internationalen Jugendfreiwilligendienst im IME (Institut-médico-éducatif) in Flavigny-sur-Moselle, Frankreich, ab. Das IME ist ein Teil des OHS (Office-Hygiène-Soziale), welches Menschen mit Handicap jeden Alters beherbergt. So gibt es in dieser großen Einrichtung alte Menschen, Erwachsene im Rollstuhl, Jugendliche und Kinder im Rollstuhl und was meinen Teil angeht, verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche, die im IME untergebracht sind. Im IME gibt es verschiedene Altersgruppen, von 6 – 22 sind alle Altersklassen vertreten. Ein Teil der Jugendlichen ist in der Woche im Internat untergebracht, welches sich für jede Altersgruppe in einem festgelegten Teil des Grundstücks befindet. Ein Großteil der Jugendliche ist schwer lernbehindert, die meisten sind vom Leistungsstand her auf Grundschulniveau. Dazu kommt, dass die meisten der Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen kommen und somit schnell zu Aggressionen neigen. Auch kann man sie als „schwer erziehbar“ bezeichnen.

Jede Altersgruppe hat einen eigenen Teil der Einrichtung mit kleinem Pausenhof, Klassenräumen und dem Internat. Außerdem besitzt der IME noch 2 eigene Sporthallen, einen Raum zum Bogenschießen, eine pädagogische Küche und eine große Mensa, wo alle Altersgruppen mittags zusammen essen. In jeder Gruppe gibt es einen oder zwei spezialisierte Lehrer, die 4 oder 5 Kinder unterrichten. Des weiteren gibt es ca. 5-8 spezialisierte Erzieher, die mit den Kindern in „Ateliers“ grundlegende Dinge erarbeiten, wie z.B. Küche, Gartenarbeiten, technische Arbeiten, Aufklärungsunterricht, Hygiene usw. In jeder Altersgruppe sind zwischen 25 und 40 Kinder. Außerdem hat das IME noch ein „Médical“, wo sich Ärzte und Krankenschwester rund um die Uhr um Krankheitsfälle kümmern können.

 

Ich arbeite in der Altersgruppe der 14 bis 16-jährigen und meine Aufgabe besteht größtenteils im Betreuen und Erziehen der Jugendlichen.

Sie sollen möglichst früh auf ein autonomes Leben vorbereitet werden und ihnen werden im IME die wichtigsten Normen und Werte der Gesellschaft vermittelt. So werden ihnen z.B. die richtigen Essmanieren beigebracht oder sie machen kurze Praktika außerhalb des IME, um dort die Arbeitswelt und die Welt außerhalb der Familie/ des IME kennenzulernen.

Ebenfalls sollen sie in der Gruppe lernen, respektvoll miteinander umzugehen, auf die Erzieher zu hören, sich zu benehmen und mit Frustrationen umzugehen lernen. Das fällt einigen leichter als anderen. In meiner Gruppe ist der Großteil der Jugendlichen männlich und so muss ich häufiger auch mal bei Raufereien dazwischen gehen und den Konflikt klären. So bin ich häufig der Ansprechpartner für die Jugendlichen, wenn sie über Probleme reden wollen, die sie bedrücken. Wie ich auf die Jugendliche als Autorität wirke, ist von Jugendlichem zu Jugendlichem unterschiedlich, da dieses eine Förderschule ist, auf der alle Behinderungen zusammengelegt sind. Somit gibt es eine ziemlich große Vielfalt an Beeinträchtigungen. Sprache, Lernbehinderung, emotionale und soziale Entwicklungsstörung, alle werden zusammengewürfelt.

Des weiteren besteht ein Teil meiner Tätigkeit auch darin, in einer Gruppe mit etwas schwerer beeinträchtigten Kindern zu arbeiten. Dort besteht ein Großteil meines Dienstes simpel gesagt darin, den Kindern so viel Liebe und Geborgenheit zu geben, wie möglich und ihnen ihren Alltag mit z.B. Geschichten vorlesen leichter zu gestalten. In dieser Gruppe sind von Epilepsie über Tourette-Sydrom bis hin zu Psychose alle Krankheiten vertreten.

Mein Wochenplan ist also ziemlich gemischt, ich arbeite in allen Teilen, die diese Altersgruppe zu bieten hat. So bin ich teils im Internat, teils in der Gruppe der schwerer beeinträchtigten und teils so in der Schule, wo ich auch sogenannte „Ateliers“ mit vorbereite und mich selbst einbringen kann. Auch bin ich einmal in der Woche die Einzelbetreuung für einen Jungen mit Psychose Problemen, den ich beim Sport begleite und der sich in die Gruppe besser integrieren soll, was auch von mal zu mal besser funktioniert. Ebenfalls lerne ich fleißig Makaton, die Sprache für beeinträchtigte Menschen, die sich wirklich durch Sprache, sondern nur durch Gesten ausdrücken können.

 

Untergebracht bin ich in einem Haus auf dem Grundstück des IME, welches ich mit einer Deutschen und einer Ungarin bewohne. Jede von uns hat ein eigenes Zimmer, Badezimmer, Küche, Wohn- und Esszimmer, sowie der Dachboden sind für alle verfügbar. In Flavigny gibt es keine Möglichkeiten zum Einkaufen und da wir kein Auto haben, müssen wir uns häufiger mal dazu motivieren, mit dem Fahrrad in den nächsten Ort zu fahren. Außerdem wohnen bei uns nebenan noch 3 andere Deutsche und eine Ungarin. Es ist total gut, dass man sich immer mit allen austauschen kann und ich bin echt froh, dass ich nicht alleine dort bin. Auch meine Kollegen sind alle sehr freundlich und stehen mir bei Problemen und Fragen stets zur Seite.

 

Die nächstgrößte Stadt ist Nancy, eine totale Studentenstadt, wo immer was los ist. Dort kann man schnell und gut Leute kennenlernen, da auch viele ausländische Studenten über Erasmus nach Nancy kommen. Ohne Auto ist das nur leider innerhalb der Woche etwas schwierig, da der Bus sehr ungünstig fährt. 

Erasmus-Gala

Ach Herr Gott, ich hab ja ewig nichts mehr geschrieben :o

ich war nach Boulay natürlich noch sehr aktiv :D

Ich bin jeden Tag ganz fleißig "meinen Dienst leisten" gegangen und ich lerne wirklich jeden Tag etwas dazu. Wie ich mit welchem Jugendlichen umgehen muss, wann ich wie handeln muss, wie Leute was meinen und natürlich neue Rezepte zum kochen :D Nein, Spaß beiseite, ich nehme hier wirklich vieles mit, was menschlich wichtig ist und auch erweitere ich mein Wissen über Frankreich und die französische Kultur.

Am 24.1. war ich bei einer Erasmus-Gala in Nancy. Wir sind alle zusammen hingefahren. Schon als wir ankamen war es sehr voll und es gab überall Stände für verschiedene Nationen. Natürlich haben wir uns direkt auf den Weg zum Stand mit den deutschen Spazialitäten gemacht und sind direkt auf deutsche Studenten gestoßen. Es war nachher eine riesengroße Party und wir sind lange geblieben, nur leider habe ich keine Handynummern ausgetauscht und somit bin ich jetzt um 0 Freunde reicher :D

 

 

Ein Dinner für die lieben Kollegen

Am 17.1. haben wir ein Dinner veranstaltet für unsere Kollegen. Wir haben gekocht, was das Zeug hält und haben am Freitagabend ein wunderbares Buffet mit deutschen, französischen und ungarischen Spazialitäten zusammengestellt. Leider kamen die Kollegen nicht gerade in Massen, aber der Abend war trotzdem sehr schön und ich finde, die Initiative zählt. 

Auch haben wir am Abend darauf alle möglichen Leute eingeladen, um die Reste zu verspeisen und somit kam auf Rafael vorbei, um mit uns zu essen und anschließend bei uns Poker zu spielen. Beim Pokern war ich der Profi und habe die anderen gnadenlos abgezogen hehe-danke liebe Warendorfer, dass ihr mir das gute Pokerspiel beigebracht habt :D

Das war's vorerst, bald mehr :)

What the heart feels

“You will never be completely at home again, because part of your heart always will be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.”


― Miriam Adeney

 

Diesen Spruch hab ich geklaut von dem Blog einer anderen Freiwilligen, aber ich finde, er passt so gut zu dem, was ich erlebt habe als ich über Weihnachten zuhause war.

Mit den Nachbarn nach Boulay

Am Freitag, den 10.1. sind wir dann mit unseren Nachbarn zusammen nach Boulay (Nähe Metz) gefahren, um dort den Geburstag von 2 DRK Freiwilligen zu feiern. Es war ein sehr gechillter Abend und es hat sehr viel Spaß gemacht, einfach mal mit allen ein bisschen zu quatschen und neue Leute kennenzulernen, denn ich kannte da nur unsere Nachbarn, die Veranstalter und die Leute aus Nancy. 

Am nächsten Tag sind wir dann direkt wieder zurück gefahren und haben uns abends bei uns einen Filmeabend gemacht-das war total die entspannte Atmosphäre. Auch hatte ich ein bisschen Zeit, um Studiengänge zu recherchieren und bin auf die verschiedensten Variationen Sozialer Arbeit gestoßen, was sehr interessant für mich ist.

Am Sonntag hab ich dann nochmal mit Julia, meiner besten Freundin, geskypet und insgesamt hatte ich ein sehr entspanntes Wochenende.

La première semaine de travail

Nach Lyon ging's bei mir dann wieder los mit arbeiten! :)

Ich hatte meine Kids schon ein wenig vermisst in den Ferien und der Empfang war total super, alle haben mich umarmt und mir erstmal ein Frohes Neues gewünscht! 

Ich bin schnell wieder in die Arbeit und ins französisch reden reingekommen. Auch mit meinen Kollegen wird es immer besser, weil ich die Witze, die sie so reißen, jetzt so langsam auch mal verstehe :D 

Ich hatte mein übliches Wochenprogramm und habe gemerkt, dass manchen Jugendlichen die Ferien richtig gut getan haben und manchen eben nicht so. Daran merkt man auch, dass viele von ihnen aus echt schlechten Familienverhältnissen kommen und dass ich einfach glücklich sein kann, so gut aufgewachsen zu sein. Weil im Prinzip hätte ich es auch sein können, die in eine Familie reingeboren wird, in der der Vater Alkoholiker und die Mutter Prostituierte ist. Oder in der ich mir den Raum mit 3 anderen Geschwistern teilen musss. Oder in der ich einen psychisch kranken Bruder hab, der aggressiv auf mich losgeht, wenn ich ihn nur anspreche. Oder in der ich komplett abgeschoben werde und in eine Pflegefamilie geschoben werde, wo ich auch nicht willkommen bin. Oder in der der Vater sich umgebracht hat.

Solche Dinge werden mir hier tagtäglich immer mehr klar und ich finde, wir sollten alle das schätzen, was wir gutes bekommen haben im Leben, denn es gibt IMMER Leute, denen es schlechter geht!

Alleintrip nach Lyon

Am 2.1.2014 bin ich dann alleine nach Lyon, der dritt größten Stadt Frankreichs gefahren. Nach Silvester war am Straßburger Bahnhof ein riesengroßes Chaos, was bedeutete: Verspätung :D Es war aber alles noch im Rahmen und so kam ich abends im riesengroßen Lyon an. Ich war im ersten Moment ein wenig verloren, weil ich mich vorher null über die Stadt informiert hatte und somit auch nicht wusste dass diese die dritt größte Stadt Frankreichs war :D Mit ein wenig Hilfe von ein paar Lyonern kam ich dann sicher in der Jugendherberge Cool and Bed an und bekam direkt eine Einladung zu einer Party, auf die ich doch mitkommen könne. Allerdings war ich total müde von der Fahrt und von Silvester und allem, dass ich mich für einen Film im Hostel entschied. 

Am nächsten Morgen habe ich schön ausgeschlafen und gefrühstückt. Das Bett tata mir sehr gut, denn in Straßburg habe ich auf dem Boden geschlafen :D

Nach dem Frühstück habe ich mir dann im Internet ein bisschen was zu Lyon angelesen und habe mir ein paar Sachen aufgeschrieben, die man in Lyon so besichtigen kann. Mittags bin ich dann losgezogen und bin erst zum Place Bellecour gelaufen, anschließend ins Vieux Lyon (Altstadt), ins Musée du cinéma und ich habe mich auf der Einkaufsstraße eine Stunde in einem Bücher- und DVDladen aufgehalten, was ich ja auch machen konnte, weil ich alleine war und ich von niemandem abhänig war :D 

Dann bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend geschlendert und habe einen Anstieg entdeckt ( Lyon ist die Hauptstadt der Region Rhônes-Alpes, also der französischen Alpen, sprich die Stadt ist sehr bergig und die Häuser liegen mal mega tief und mal mega hoch UND die Metro fährt bergauf, bzw. bergab-megaaa coole Erfahrung, da mal drin zu sitzen :D ). Dieser führte zu einem Basilisken, von dem man einen superschönen Blick über ganz Lyon hatte. Dort oben war dann auch "la petite Tour Eiffel", also ein kleiner Eiffelturm. Ebenfalls befand sich dort ein Park und ein Amphitheater. Es war total wundervoll, trotz des Regens, und das will was heißen! :D 

Anschließend bin ich zurück zum Hostel und habe dort eine Kanadierin und eine Brasilianerin kennengelernt, die mich noch auf einen Wein eingeladen haben. Es war wirklich ein sehr netter Abend und auch meine Englischkenntnisse wurden mal wieder etwas aufgefrischt, so weiß ich jetzt z.B. was scubadiving heißt :D :D (schnorcheln).

Am nächsten Tag bin ich dann nach dem Frühstück mit den beiden wieder alleine in die Stadt losgezogen und habe mir erst das Viertel Croix-Rousse, also ein Künstlerviertel wir das Marais in Paris, angeguckt. Dort waren Häuser, die bemalt wurden, als wären da Fenster und Türen und Leute und sowas, aber das war alles nur aufgemalt! Allerdings ging mir der Regen echt auf die Nerven und somit hab ich mich in ein café gesetzt und ein bisschen die Leute beobachtet.

Als dann aber die Sonne rauskam, bin ich nochmal zum Place Bellecour gefahren und bin dort mit einem Riesenrad gefahren, aus welchem man einen supercoolen Ausblick hatte. Mit mir in einer "Gondel" saßen eine Deutsche und eine Französin, die mega lustig waren :D

Ich bin dann nachmittags wieder zurück zum Hostel und habe noch ein bisschen Infos zu Neuseeland gesammelt. Auch die heiße Dusche tat sehr gut, da ich komplett durchnässt war. Ich habe abends dann mich dazu entschlossen, nochmal Lyon by night zu machen und bin nochmal zum Basilisk hoch. Kaum oben angekommen, hat es angefangen zu blitzen und zu schütten, aber ich hab den Ausblick über Lyon trotzdem 5 Minuten genießen können :D

Als ich dann zurückkam, saß dort eine Gruppe von Australiern, einem Amerikaner, der Kanadierin, einem Franzosen und einem Südafrikaner :D Sie wollten grad anfangen, ein Spiel zu spielen und ich hab mich natürlich sofort eingeklingt, und dieser Abend war wirklich sowas von lustig. :D

Der nächste Tag war dann allerdings Abreisetag und ich wäre gerne noch länger geblieben oder hätte Handynummern mit den Leuten ausgetauscht allerdings hab ich verschlafen und war somit ein wenig gestresst, um meine Mitfahrgelegenheit nicht zu verpassen-naja, eigene Doofheit :D

Mein Mitfahrer war auch ein total netter Typ, mit dem ich 4,5 Stunden durchgequatscht hab und der mich direkt vor meiner Haustür abgesetzt hat-mega lieb! 
Alles in allem bin ich von Lyon total begeistert und die Leute, die man dort trifft, sind mega nett! Ein total cooler Alleintrip!

Silvester feiern in Straßburg

Für Silvester habe ich Warendorf dann wieder schweren Herzens verlassen und bin nach Straßburg gefahren, um dort mit Makbule, Lars, Raffko, Andi und Emilie Silvester zu feiern. 

Am 30.12. haben wir erst Makbules Geburtstag in einer Shishabar gefeiert und am 31.12. sind wir losgezogen, um auf dem Place Kleber im Zentrum Straßburgs das große Feuerwerk zu sehen. Es war gigantisch und wir haben anschließend Menschen aus aller Welt getroffen-eine super Erfahrung! :) 

 

Warendorf, die wohl schönste Stadt der Welt

Meine letzte Arbeitswoche noch schnell hinter mich gebracht und AB GING'S NACH WARENDORF!! :)

Die ganze Woche hab ich mich unglaublich gefreut, endlich nach Hause und zu meinen Freunden und meiner Familie zu kommen! Am 21. ging es dann mit Auto von Flavigny los mit Kerstin, Miri und Sandra. Mit Kerstin bis nach Saarbrücken gefahren und von da aus mit dem Schönes-Wochenend-Ticket nach Hamm und von da aus nach Neubeckum, wo meine Mutter und meine Schwester mich schon sehnsüchtig erwarteten! :) Mir standen die Tränen in den Augen, so schön war es, sie endlich mal wieder in die Arme schließen zu können. Als wir nach Hause gefahren sind, wartete da auch mein Papa und meine Oma, die ich auch in den Arm nahm und wo ich dann wirklich weinen musste. Meine Oma hatte am 21. Geburtstag, also feierten wir diesen ein wenig und anschließend bin ich direkt zu meinen Freunden gefahren, die sich alle im Pfarrheim versammelt hatten. Ich kam anfangs gar nicht darauf klar, alle bei mir zu haben und alle zu umarmen, ich fand das echt irreal aber nach einiger Zeit ging's dann :)

Die ersten paar Tage bin ich ganz entspannt angegangen und hab mich mit ein paar Leuten getroffen. Am 23. abends haben wir dann mit der Clique gewichtelt und ich habe "The Hunger Games" auf DVD erwichtelt :D Auch die anschließende Der Männers Party war legendär wie jedes Jahr. Auch dieses Gefühl, dass alles normal ist zuhause, war total angenehm, einfach mit der Familie vorm Fernseher zu chilln oder sich abends mit den Freunden in der Stadt zu treffen-wundervoll. Auch als ich meinen Bruder in den Arm genommen habe, wusste ich, dass er mich vermisst hatte, auch wenn wir uns normalerweise nicht so häufig sehen. Aber 4 Monate ist dann doch eine laange Zeit :p 

 

Weihnachten im Kreis der Familie war sowieso Entspannung pur, das traditionelle Weihnachtsessen superlecker! Und am 26. sah ich dann auch meine Halbcousine aus Australien wieder, die extra für die Silberhochzeit ihrer Eltern einen Überraschungsbesuch gemacht hat. Es war total schön, sie mal wiederzusehen :) Abends hab ich dann den Fahrer gemacht, um zu der traditionellen Xmas Party nach Everswinkel zu fahren, wo einfach mal wieder richtig hässlich getanzt wurde und wo ich mit meinen Freunden mal wieder richtig Spaß hatte und wo ich mal wieder richtig Pia sein konnte :) 

Die letzten paar Tage habe ich dann noch mit meiner Schwester und Rendez-vous mit allen möglichen Freunden verbracht habe. :) 

Es war eine total tolle Zeit zuhause und ich danke euch allen und hab euch lieb! 

 

P.S.: In Warendorf habe ich eine wichtige Entscheidung bzg. meines weiteren Lebensverlaufes getroffen, und zwar werde ich mit Maria ein halbes Jahr Work-and-Travel in Neuseeland machen. Ich freue mich unglaublich darüber und vorallem dadrauf! Aber zwischen Frankreich und Neuseeland bleibt mir zum Glück auch noch genug Zeit, die ich mit euch allen verbringen möchte :)

Sprachkurs Ahooiii!! :)

Gute Neuigkeiten:

Wir bekommen jetzt einen Sprachkurs! :)

Es ist rechtlich vorgeschrieben, dass wir begleitend zu unserem Auslandsdienst einen Sprachkurs bekommen, was anfangs nicht geschehen ist. Das war für Sandra und mich jetzt kein soo großes Problem, da wir französisch ja in der Schule gelernt haben, aber für Lili war es nicht soo gut. Es haben sich jetzt aber 4 ältere Damen sich freiwillig dazu gemeldet, uns ehrenamtlich die französische Sprache näherzubringen. Das ist total lieb und montags morgens vor der Arbeit lernen wir jetzt 2 Stunden was über Kultur, Sprache und die Leute Frankreichs!

Geburtstag feiern in Brüssel

Vom 13.-15. Dezember bin ich mit 3 anderen Freiwilligen nach Brüssel gefahren um dort unter anderem den Geburtstag von Anna zu feiern, die in einer Arche in Brüssel arbeitet. Eine Arche ist eine Einrichtung, in der die Freiwilligen und auch andere normale Leute mit Behinderten zusammenleben. Das bedeutet, man ist sozusagen immer mit den Behinderten zusammen, muss sie dann halt betreuen und pflegen, obwohl es bei vielen Archen so ist, dass die Behinderten sehr selbstständig sind und auch arbeiten. 

So, genug dazu, also wir sind freitagsabends in Brüssel angekommen und haben dann erstmal ganz lange gequatscht, weil wir alle Anna seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen hatten. 

Am Samstag haben wir dann erst ausgeschlafen und haben uns dann auf den Weg in die Stadt gemacht. Es war sehr praktisck, Anna dabeizuhaben, weil sie sich schon sehr gut auskannte und uns somit alles zeigen konnte. Brüssel ist eine sehr sehr schöne Stadt, wo man alle Sprachen hört außer französisch :D 

Wir sind dann also durch die Innenstadt, haben Schoki in einer Chocolaterie getestet, haben belgische Waffeln gegessen, haben uns die Lafayette, also die Einkaufspassage angeguckt, waren am Grand Place und am Rathaus und sind ein bisschen über den Wiehnachtsmarkt geschlendert um die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Dann sind wir wieder zurück zur arche gefahren, haben Dinner gegessen und ein bisschen gechillt und uns dann fertiggemacht. Dann haben wir Annas Geburtstag reingefeiert und sind noch feiern gegangen. Ein sehr lustiger Abend :)

Am Sonntag war dann wieder Abreisetag und ich war abends gegen 11 wieder zuhause in Flavigny wo meine Mädels mich schon erwarteten. 

 

La fête du St. Nicolas

Am zweiten Dezemberwochenende war dann großes Nikolausfeiern in Nancy und Umgebung. Nikolaus hat hier einen größeren Wert für die Leute als Weihnachten. Viele Kinder bekommen Geschenke und zu ehren des St. Nicolas wird ein großes Fest gefeiert. Diese Tradition existiert allerdings nur in Lothringen, also in meiner Region. 

Am Samstagabend wurde ein großes Feuerwerk auf dem Platz Stanislas gefeuert, was 30000 Menschen angezogen hat-sprich: ein großes Gequetsche. Ich bin mit Miri, Adrian, Kerstin, Sandra und unserer französischen Freundin Olivia dort hingefahren und es war wunderbar, hier ein Link, um nachvollziehen zu können wie gigantisch dieses Feuerwerk war:

 

http://www.youtube.com/watch?v=GPcHoHQr_U8

 

Am Sonntag war dann der große "défilé", d.h. ein als bei uns bekannter Karnevalsumzug, wo sie mit Wägen durch die Innenstadt Nancys gefahren sind und Bonbons für die kleinen Kinder geworfen haben-ich dachte wirklich, ich wäre im falschen Film gewesen, aber: andere Länder, andere Traditionen! Auch unser Institut hat einen Umzugswagen gehabt, wo ein paar von meinen Kids draufgestanden sind und Bonbons geworfen haben. Fotos gibt es unter Meine Fotos! :)

Es war eine total ausgelassene Atmosphäre und Nancy war voll von Leuten, die alle für den St. Nicolas angereist sind. 

Marchés de noel in Straßburg

Am Wochenende 29.11.-1.12. bin ich mit Sandra nach Bischwiller gefahren. Wir sind mit Covoiturage (Mitfahrgelegenheit) bis nach Straßburg und anschließend weiter mit Zug nach Bischwiller zu Alena und Marie. Dort angekommen haben wir mit ein paar Leuten aus der Wg zusammengesessen aber alle waren ziemlich müde und Sandra ging es nicht so gut und dann haben wir uns nach einem Film schön ins Bett gelegt. Dann schön ausgeschlafen und gemeinsam ein fettes Frühstück gegessen! Angesetzt war, anschließend den Zug nach Straßburg zu bekommen, doch unseren Vorsatz konnten wir nicht so ganz befolgen, also mussten wir noch eine Stunde am Bahnhof Bischwiller warten, bevor es dann losging. 

In Straßburg angekommen sind wir dann erstmal zu Emilie und Lars gelaufen, die beiden Freiwilligen, die in Straßburg wohnen. Wir konnten auf dem Weg schon einige Eindrücke von dem gigantischen Weihnachtsmarkt erhaschen. 

Im Studentenwohnheim haben wir uns dann mit noch mehr Freiwilligen aus Elsass-Lothringen getroffen. Sind schön zusammen auf den Weihnachtsmarkt, haben ein bisschen gebummelt und natürlich auch mit Glühwein angestoßen :). Mädels und Jungs haben sich noch getrennt, da die Jungs keine Lust auf die anschließende, sehr lustige, Shoppingtour hatten. Auch haben wir ein bisschen was von Straßburg gesehen, z.B. die Kathedrale und die beiden großen Plätze. Haben uns dann später alle wiedergetroffen im Studentenwohnheim und sind abends zusammen losgezogen zu der Disco-Bar Seven in Straßburg-Zentrum. 

 

Am nächsten Morgen sind Sandra und ich dann um 12 abgefahren nach Nancy, nachdem wir noch eben schnell Postkarten gekauft und gefrühstückt (Crêpe, Croque Monsieur) hatten. 

Aus Nancy hat uns dann netterweise unsere Tutorin vom Bahnhof abgeholt und wir haben den Tag ganz entspannt zuhause ausklingen lassen. 

 

 

Hier noch ein Link, um einen Eindruck von der "Hauptstadt der Weihnachtsmärkte" zu erhalten:

 

http://www.youtube.com/watch?v=Qi912o5r9lE

Wochenende in Bliesbrück

Am Wochenende 15.-17.11. war ich dann auch mal Rafael am deutschen Grenzübergang besuchent. Er wohnt in Bliesbrück (in der Nähe von Sarreguemines) und ich wurde sehr lieb am Samstagmorgen vom Sarregueminer Bahnhof abgeholt. Wir sind anschließend zu Rafaels Bungalow gefahren und er hat mir ein bisschen die Parkanlage gezeigt, auf der er arbeitet. Dann sind wir zu einem DEUTSCHEN Supermarkt gelaufen (ca. 2 Stunden) und ich habe mich total einen abgefreut, von der Kassiererin wieder auf deutsch angeredet zu werden :D. Am Abend haben wir dann ein wenig gefeiert mit anderen Freunden und am Sonntag ging's nach einem Filmemorgen auch schon wieder zurück nach Nancy. Es war ein toller Besuch und es hat sehr viel Spaß gemacht, zwischen Deutschland und Frankreich hin- und herzuspringen! 

 

Ganz dicken Kuss,

Pia

In Gedenken an die Opfer auf den Philippinen!

Da meine beste Freundin Julia auf den Philippinen ist und sich dort, wie ihr wahrscheinlich wisst, ein schreckliches Erdbeben mit tausenden von Toten abgespielt hat, möchte ich aus Frankreich sagen: In Gedenken an die Opfer aus den Philippinen und aus Boloh!

 

 

Arbeit, Arbeit, Arbeit :)

Ein wenig mehr zu meiner Arbeit möchte ich euch erzählen:
Ich habe jetzt einen festen Wochenrythmus und mir gefällt es immer besser! Zwar ist es schwer, sich als Autorität durchzusetzen, aber ich bin schlißelich auch erst 5 Jahre älter als die meisten der Kids! In den letzten Wochen haben ich immer mehr bemerkt, wie viel ich eigentlich gebraucht werde, z.B. bin ich mittwochs mittags am Essenstisch jetzt immer mit 3 sehr schwierigen Kindern alleine an einem Tisch: Eine Eppileptikerin, die immer sehr schwer zum Essen zu überreden ist, einen Jungen, der sehr langsam isst und dem ich immer alles kleinschneiden muss, da er nicht dazu fähig ist und einen, der gerne provoziert und der dann z.B. anfängt, mit Händen zu essen, obwohl er ganz genau weiß, wie man richtig isst. Eigentlich soll auch ein "Professioneller" mit diesen Kids essen, allerdings sind wir unterbesetzt und so muss ich (eigentlich zusätzliche Kraft/Freiwillige) einspringen. So wird das Mittagessen durchaus mal zum Full-Time-Job! 

 

Ansonsten werde ich immer beliebter, z.B. wollen die Kids, dass ich an meinem freien Dienstagnachmittag mit ihnen etwas mache und sagen, dass sie mich gern um sich haben. Allerdings ist das auch immer ein Auf- und-Ab, weil sie meistens am nächsten Tag schon wieder vergessen haben was sie am Vortag gesagt haben.

 

So, das war nur ein kleiner Einblick, wollt ihr mehr erfahren? :) dann schreibt bitte Wünsche oder Fragen in mein Gästebuch oder per Kontaktformular, dann weiß ich, was genau euch interessiert und ich schreibe es hierhin :)

Bisous,

Pia

Un petit peu d'Halloween

Am 3.11. haben wir mit unseren Nachbarn noch ein wenig Halloween nachgefeiert-ganz gemütlich zusammengesessen und Kürbissuppe gemacht! 

Auch wurde sich unterhalten und es war einfach ein schöner Abend!

Familienbesuch 29.10.-3.11.13

Am Diestag, den 29.10.13 ist meine Familie gekommen, um mich hier in Flavigny zu besuchen. Am Dienstag sind wir nur noch in Flavigny rumgelaufen und ich habe ihnen unter anderem den See und den Kanal gezeigt. Wir waren sehr froh, uns mal wieder in die Arme schließen zu können. Abends haben wir dann die Gohl'schen Hähnchenbrustfilets gegessen und es uns gut gehen lassen. 

Am Mittwoch sind wir dann ein bisschen in der Region rumgefahren (dank Auto zum Glück möglich)  und haben den <<colline de Sion>> (Den Hügel von Sion, von dem man eine unglaubliche Sicht auf die Moselregion hatte), so wie die Schlösser von Haroué und Lunéville besichtigt. Abends waren wir völlig kaputt und haben eine Quiche Lorraine (made by Pia) gegessen. 

Am Donnerstag sind wir nach Nancy gefahren und ich habe meinen Eltern die  Stadt gezeigt. Abends waren wir noch in einem Zirkus, der mit knapp 2000 Besuchern echt groß war! Franzosen lieben Zirkus habe ich herausgefunden :p Auch wurde ich an diesem Abend unglaublich erschreckt von einem Mann mit einer Halloweenmakse-zum unglaublichen Vergnügen meiner Schlwester :D Das Wetter hatte zum Glück die ganze Zeit mitgespielt.

Freitags haben wir dann mal einen Tag Pause gemacht vom Städte besichtigen, Marlen und ich haben wie in alten Zeiten schön Filme angeschaut und meine Eltern sind spazieren gegangen. Abends haben Marlen und ich dann Sandra aus Vandoeuvre abgeholt und anschließend haben wir alle gemeinsam zu Abend gegessen-es war ein sehr schöner Abend und eine tolle Begegnung zwischen meiner Familie und Sandra :)

Samstags sind wir dann nach Metz (Hauptstadt Lothringens) gefahren und diese Stadt ist wirklich sehr schön! Sehr viele kleine Gassen und ein angenehmer Mix zwischen moderner Kunst und alten Gebäuden (siehe Fotos). Die Kirche St. Etienne hat mich zutiefst beeindruckt und auch die großen Markthallen waren ein Augenschmaus. Aber auch einfach nur durch kleine Gassen zu gehen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen war sehr schön! Nachmittags haben wir uns dann mit Rafael (ein anderer Freiwilliger des ICE) und seinem Papa getroffen. Nett einen Kaffee zusammen getrunken und gequatscht. Abends sind meine Familie und ich dann noch in einem Resteraunt essen gewesen und haben den Abend schön bei mir zuhause vor dem Film King Arthur ausklingen lassen :D

Sonntags war dann der große Abschied, aber man sieht sich ja in 2 Monaten schon wieder!! :)

 

Gut war auf jeden Fall, dass ich während der ganzen Zeit absoluten Luxus bekommen habe-so hat mein Vater jeden Morgen frisches Baguette geholt und meine Eltern haben die ganze Zeit abgespült- eine schöne Entlastung!! :D Ne, aber jetzt mal im Ernst, ich war sehr froh, dass sie hier waren und ich hatte eine sehr schöne Zeit, in der ich auch endlich mal mehr von meiner Region gesehen habe-mit dem Highlight Metz.

 

Ich danke euch und habe euch lieb und freu mich schon auf Weihnachten wo ich euch wieder in die Arme schließen kann!!

Paris 25.-28.10.13

Auch ich war endlich in Paris ! :) Ich binam Freitag, den 25.10.13 mit covoiturage.fr (also die französische Seit von Mitfahrgelegenheit) von Nancy losgefahren und Freitag abends in Paris angekommen, wo mich meine Freundin Julia schon erwartete. Nach einiger Orientierungslosigkeit am Riesenbahnhof Gare du Nord haben wir uns dann gefunden und sind bis nach St. Germain, einem Vorort von Paris gefahren. Haben dort erstmal etwas gegessen und sind dann in Julias Stammpub Old Sullivan gegangen. Haben dort ganz bequem den Abends ausklingen lassen und ich habe dort ein paar neue Leute kennengelernt. 

Samstag haben wir dann erst einmal ausgeschlafen und sind anschließend in das Jugendviertel Marais gefahren. Dort ein paar Fotos geknipst und sich ein wenig umgeschaut. Dann hat uns der Regen ziemlich plötzlich überrascht und wir haben uns in ein Café gesetzt. Als es aufghört hatte zu regnen haben wir uns auf den Weg zum Centre Pompidou gemacht und haben auf dem Weg dahin noch Nudeln gegessen. Natürlich auch gaaaaaaaaanz viel gequatscht-Pia bleibt Pia :D. Am Centre Pompidou angekommen war es schon Abend. Wir sind hochgefahren und hatten von oben einen wunderschönen Ausblick über Paris by night. Dann haben wir uns noch ein wenig vor das Centre Pompidou gesetzt und die Atmosphäre auf uns wirken lassen: Ein verliebtes Pärchen hier, ein paar Tänzer da, ein paar Jugendlichen aus aller Welt mit Wein und Käse dort. Um 21 Uhr haben wir uns dann mit Jacqueline, einer Freundin von Julia, getroffen und sind im Bastille feiern gegangen. Dieses Viertel ist echt unglaublich schön-jede Bar hat seinen eigenen Stil und alles international!

 

Am Sonntag sind wir auch wieder relativ spät losgefahren. Haben in Ruhe gefrühstückt-Ihr werdet's nicht glauben aber es gab Vollkornbrot!!! :D

Anschließend haben wir uns eine Touri-Tour vorgenommen: Erst Tour Eiffel und anschließend Montartre und Sacré-coeur. Das haben wir dann auch gemacht und es sind sehr schöne Fotos entbe ich entstanden. :) Abends habe ich mich dann mit Noa getroffen, einer anderen Freiwilligen unserer Organisation, die auch in Paris wohnt und dort ihren Dienst leistet. Mit Nora hab ich mir einen schönen entspannten Abend gemacht, weil sie am nächsten Tag früh arbeiten musste. 

 

Montags habe bin ich dann noch ein bisschen rumgefahren und habe mich dann schließlich um 13:58 in den Zug nach Bar-le-Duc und anschließend nach Nancy gesetzt. Um 18:30 war  ich dann vollkommen erschöpft wieder in MEINER Stadt Flavigny :)

Première rencontre à Niederbronn

 

Am Wochenende 18.-20.10.13 gab es dann das erste Treffen der Freiwilligen aus dem Elsass in Niederbronn. Wir haben uns viel über Erfahrungen ausgetauscht, uns das musée lalique angeschaut und natürlich auch ein bisschen gefeiert. Es war total gut, mal aus dem Alltag rauszukommen und andere Leute um sich zu haben, auch wenn ich hier alles sehr gern hab! Auch wurden weitere Pläne geschmiedet, was man noch zusammen erkunden möchte! So werden wir mit ein paar Leuten nach Brüssel fahren. Nächstes Wochenende steht erst einmal Paris an und danach wird mich meine Familie  besuchen kommen! :)

Mein erster Monat: September

 

Meine ersten Eindrücke von Flavigny-sur-Moselle (Frankreich) waren vorerst ein schönes, kleines Dorf. Als ich dann weiterfuhr zum Institut médico-éducatif (IME) wurde ich geradewegs erschlagen von der Größe meiner Einrichtung. Ich habe am Anfang wirklich gedacht, es würde ewig dauern, bis ich mich hier zurechtfinde. Auch waren die Gebäude sehr alt und sahen von außen sehr heruntergekommen aus. Ich habe allerdings nicht das Gefühl gehabt, hier nicht willkommen zu sein, da die nette Dame am Empfang mir freundlich lächelnd den dritten Schlüssel des Hauses für die Freiwilligen gab. Ich wurde zu meinem neuen Zuhause geführt, wo ich von meinen beiden Mitbewohnerinnen schon freundlich mit einem „Bienvenue-Schild“ empfangen wurde. Ich habe mich total gefreut und wusste von da ab an, dass ich mich hier wie zuhause fühlen werde. Dies hat sich dann bestätigt, als wir zusammen das Dinner zubereitet haben und nachher am Tisch über alles möglich gelacht haben. Auch die erste Nacht im neuen Zuhause war sehr angenehm. Am nächsten Tag ging die Arbeit dann noch nicht los, also nutzte ich die Möglichkeit, um mir das Dorf ein bisschen besser kennenzulernen. Auch der erste Besuch einer Boulangerie (einer französischen Bäckerei) und der erste Kauf der berüchtigten Baguettes war sehr aufregend, da alles neu war. Ich fühlte mich den ganzen Tag sehr gut und habe das gute Wetter genossen, um eine Tour um den See nebenan zu machen.

Mein erster Arbeitstag war etwas chaotisch: Wir 3 Mädels warteten 2 Stunden, weil wir immer von einem zum anderen Platz geschickt wurden, ohne das irgendwer richtig wusste, was mit uns anzufangen. Dann kamen wir jedoch ins Gespräch mit der Direktorin und sind dann zu der ältesten Altersgruppe des IME gegangen, die 19-21jährigen. Hier haben wir erste Einblicke in den Alltag des IME bekommen. Diese Gruppe war aufgeteilt in Jugendliche, die für eine Firma arbeiten, d.h. Motorisch dazu fähig sind und Jugendliche, die sich spielerisch Themen erarbeitet haben. Es war sehr spannend, die Jugendlichen kennenzulernen und sprachliche Probleme waren auch vorhanden, obwohl ich die französische Sprache schon vorher erworben hatte. Allerdings merkte ich schnell, dass Gesten mehr zählen als Worte und so wurde ich schnell beliebt dadurch, dass ich immer allen ein Peace-Zeichen mit meinen Fingern zeigte. Der Dank für meine Offenheit war direkt ein selbst gemaltes Bild, über welches ich mich sehr gefreut habe. Wir sind mit den Jugendlichen nachmittags in Flavigny spazieren gegangen und so konnten wir noch einmal ein paar andere Seiten der Stadt sehen. Auch wurden mir viele Geschichten aus dem Leben der Jugendlichen erzählt. Am Abend des ersten Tages war ich sehr glücklich, auch wenn wir am Anfang etwas verloren waren.

Der Plan der ersten beiden Wochen war für uns, in jede Altersgruppe des IME Einblicke zu erhalten und am Ende durften wir uns dann für eine Altersgruppe entscheiden, mit der wir uns am besten verstanden hab, bzw. mit der wir uns vorstellen konnten, ein Jahr zusammenzuarbeiten. In jeder Gruppe wurde man von den Kindern/Jugendlichen sehr schnell gemocht und so war ich nach den ersten 2 Wochen um viele selbstgemalte Bilder reicher, die nun alle in meinem neuen Zimmer hängen. Der Empfang war also sehr offen und gutherzig, sodass ich mich sofort wohlgefühlt habe.

Am Ende der beiden Wochen entschied ich mich dann für die Altersgruppe 14-16, da ich hier von Anfang an als Mitglied angesehen wurde. Ich werde hier von allen ernst genommen, auch wenn es durchaus schwierige Situationen gibt. Da diese Jugendlichen mitten in der Pubertät stecken und zusätzlich noch aus sehr schwierigen Familienverhältnissen kommen (einige wechseln z.B. alle 2 Wochen ihre Pflegefamilie), ist es manchmal besonders schwierig, auch aufgrund der Sprachbarriere, ein guter Ansprechpartner zu sein und eine Lösung zu finden.

Ich bin hier sozusagen als „zusätzliche Sozialarbeiterin ohne Formation“ tätig- Ich arbeite teils in einer Gruppe von Kindern mit großen motorische Schwierigkeiten. Hier bringe ich ihnen spielerisch z.B. Formen bei. Einige dieser Kindern können allerdings nicht sprechen und so geht vieles der Verständigung über Zärtlichkeiten, Mimik und Gestik. Mein erstes Erfolgserlebnis war beim Sport: Ein Mädchen in meiner Gruppe hat das Tourette-Sydrom und kann eigentlich aufgrund motorischer Schwierigkeiten keine Dinge fassen und diese dann jemandem geben. Beim Sport sind die Jugendlichen dann Fahrrad gefahren und auf einmal stand sie hinter mir und gab mit einen Helm, da sie auch Fahrrad fahren wollte. Ich war davon so beeindruckt und ich mir konnte nichts mehr diesen Tag verderben, sodass ich mit einem riesengroßen Grinsen durch die Gegend gelaufen bin.

 

Der zweite Part meiner Arbeit besteht darin, dass ich Kinder mit sozialen, emotionalen und mentalen Schwierigkeiten auf ein autonomes Leben vorbereite, d.h. Viele technische Fertigkeiten und Allgemeinwissen lehren. Ich darf nach den Ferien ein „Atélier Danse“ (Unterrichtseinheit Tanz) anbieten, wo ich vorhabe, mit den Jugendlichen verschiedene Tanzstile zu erkunden. Ich finde es total gut, dass ich so viel Freiheit habe, mich selbst bei der Arbeit einzubringen und versuche, dies bestmöglich zu nutzen. So werden wir z.B. bald im „Atélier Cuisine“ ein deutsches Frühstück zubereiten oder ich werde im „Atélier Culture“ etwas über meinen Heimatort erzählen und Fotos zeigen.


Was mir noch etwas schwerfällt ist, dass ich, vielleicht aufgrund meines doch noch etwas jugendlichen Alters, keine richtige Autorität, sondern eher eine Freundin für die Jugendlichen bin. Es ist also in Konfliktsituationen ab und zu etwas schwierig, sich durchzusetzen, allerdings lerne ich hier alles und alle immer besser kennen (u.a. die französische Sprache). Mir wird es also hoffentlich bald nicht mehr so schwer fallen. Einmal in der Woche haben wir aber auch eine Besprechung, bei der wir mit einer Psychologin über unsere Arbeit mit den Kids reden, sodass ich auch über meine Probleme reden kann und wir gemeinsam nach Lösungen suchen, was mir total hilft.

 

Nach Feierabend geht man an den anderen Altersgruppen vorbei, in denen man vorher schon in einem der ersten beiden Wochen gearbeitet hat und man wird immer mit einem freundlichen Lächeln und einer Umarmung, einem Bise oder einem begrüßt/ verabschiedet. Auch ich nehme mir gerne die Zeit, nach der Arbeit noch ein Pläuschen mit den anderen Altersgruppen zu halten.

 

 

Die letzte Nacht habe ich dann das erste Mal auf französisch geträumt und das sogar von dem Mädchen mit Tourette-Sydrom. Ich habe geträumt, dass ich so viel Zeit mit ihr verbracht hab, dass sie mit mir gesprochen hat. Man sagt ja manchmal, Träume könnten wahr werden!!

Épinal

Am letzten Septemberwochenende waren wir in Épinal, einem kleinen Dorf 50 km von Flavigny entfernt. Zusammen mit Adrian, Kerstin und Roberta habe ich die ''Stadt'' erkundet und es war ein sehr kleines süßes Dörfchen. Auch war zu der Zeit ein Wildwasserrafting-Contest, den wir uns angeschaut haben :) Abends waren wir wieden von in Nancy und haben die Freiwilligen von dort getroffen. 

Mon travail

 

Auf Anfrage möchte ich jetzt ein bisschen mehr von meiner Arbeit erzählen. Ich arbeite montags von 13:30-21:30 im Internat. Zuerst leiste ich zusammen mit einer anderen Erzieherin Aufklärungsarbeit, d.h. wir sprechen über Sexualität und das Erste Mal und so weiter. Man muss den Jugendlichen hier mehrmals Dinge sagen, weil sie große Schwierigkeiten haben, sich Sachen zu merken. Abends bin ich dann im Internat integriert, dort mache ich mit den Kids Hausaufgaben, lese Geschichten vor usw. Um 19:00 wird gegessen. Insgesamt gibt es im Internat strikte Regeln, da die Jugendlichen einen festen Rahmen brauchen, an den sie sich halten müssen. 

Dienstags mach ich das <<lever>> (Aufwecken). Gemeinsames Frühstück und anschließendes Zähneputzen. Dann gehe ich mit den Kids zum Sport, um den Sportlehrer zu unterstützden, der ohne mich alleine mit 20 Kids wäre. Nach dem Mittagessen habe ich frei, d.h. ich arbeite dienstags nur halbtags.

Mittwochs starte ich um 8:30. Ich arbeite in der <<groupe com>>, d.h. der Gruppe mit den behinderten Kindern. Hier gilt es einfach, zu betreuen und Zärtlichkeiten auszutauschen, Spiele zu spielen und einfach für sie da zu sein. Mittwochs Nachmittags ist dann réunion (Besprechung) mit allen Mitarbeitern und wir sprechen individuell über jedes Kind. 

Donnerstags mache ich wieder das lever. Anschließend habe ich entweder ein atélier cuisine (Unterrichtseinheit Küche), ein atélier jardinerie (Garten) oder ein atélier culture (Kultur). Dort kann ich meine Erfahrungen und mein Wissen über andere Kulturen sehr gut einbringen. Donnerstags nachmittags gehe ich mit der groupe com zum Sport, wo die Jugendlichen meistens immer Fahrrad fahren. Das ist sehr interessant, weil man sieht, wie sie Spaß haben, es hat viel von Erlebnispädagogik. 

Freitags bin ich dann das Mädchen für alles, also ich bin mal in der einen, mal in der anderen Gruppe. 

 

So, das war's fürs Erste :)

Wochenende in Nancy

 

Am Wochenende (20-22/9/13) sind wir spontan mit dem Taxi nach Nancy gefahren (viiiiel zu teuer hier) und sind Freitagabend in Nancy in ein Pub gegangen, was allerdings nicht so der Hit war. Haben dann also beschlossen, noch in einen Club zu gehen, was dann auch nicht sooo der Hit war. :D 

Also hatten wir einen Abend, der an sich nicht besonders gut war, aber der trotzdem in Erinnerung bleiben wird, weil er eben nicht so der Hit war.

 

Samstagabend haben wir dann Billis Geburtstag nachgefeiert, haben dann bei ihm zuhause ein bisschen gefeiert und lili, Sandra und ich sind dann relativ schnell wieder nach Hause gefahren. War ein sehr lustiger Abend :)

Morgen geht's dann wieder an die Arbeit!

 

 

Ausflug nach Straßburg, Erkartswiller und Niederbronn (13-15/9/13)


An meinem zweiten Wochenende bin ich dann das erste Mal aus der Region geflüchtet. Für wenig Geld hab ich mit Sandra den Zug nach Straßburg genommen, wo Rebecca mich schon erwartete. Auch der Zauberer Chris war bereits am Start. Sind dann direkt in die Weltstadt Erkartswiller gefahren (IRONIE: DIESES KAFF HAT MEHR KÜHE ALS EINWOHNER) :D. Chris und ich waren also die ersten jungen Menschen, die Rebecca und Therese seit 2 Wochen dort gesehen hatten :D. Haben einen Weinabend und lustige Fotos gemacht und ein absolut geiles Lied die ganze zeit gehört: http://www.youtube.com/watch?v=LHmXMvfikuk

 

Am Samstagabend, nach ein paar Folgen Sex and the City, ging es dann zu Fred, um ordentlich zu feiern. Zu dem Abend wird jetzt nicht mehr erzählt, außer dass er einfach legendär war. Wer weitere Infos haben will, einfach mich persönlich ansprechen ;) :D 

 

Sonntagmorgen musste ich dann leider schon um 9 uhr wieder abhauen mit dem Zug. In Straßburg habe ich dann noch ein Früstück in einem sehr netten Café eingenommen (mit Engländer neben mir) und hab mich dann mit Sandra um 12:20 im Zug nach Nancy getroffen. Hatten ein sehr netten Typen neben uns sitzen, der uns ein bisschen unterhlaten hat und der ursprünglich aus Marokko kommt (Un aller simple, schullektüre :D). In Nancy war in allen Museen freier Eintritt, also sind wir mit Rebecca, Nils und Billi ins Museum des Beaux Arts gegangen (Kunstmuseum). Um 17:30 dann den Bus nach Home sweet Home genommen, wo Lili uns schon wieder voller Vorfreude erwartete. :)

 

 

 

Mein erstes Wochenende 

Unser erste Wochenende in Nancy war sehr cool.

Am Freitagabend haben wir Miris Geburtstag gefeiert (unsere Nachbarin vom DRK). Haben auf der Party noch Leute getroffen, die ihren freiwilligendienst in Nancy ableisten. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.

 

Wir sind samstags nachdem wir ausgeschlafen haben, in die Stadt gefahren und dann direkt zum Place Stanislas gelaufen (das ist hier DER Treffpunkt für alle und der berühmteste Platz in Nancy). Das Busticket war günstiger als gedacht :D

In Nancy haben wir dann Fotos gemacht und haben direkt 3 nette Franzosen kennengelernt, mit denen wir dann den ganzen Tag was gemacht haben und die dann unsere "touriguides" waren. Es war ein sehr netter Abend :) Auch haben wir das <<spectacle des lumières>> (eine Lichtershow, absolut gigantisch) gesehen. Hier ein Link: http://www.youtube.com/watch?v=KDd2mmWuL3g

 

Am Sonntag waren wir dann auf dem Vide-Grenies (Flohmarkt) im Nachbarort Richardménil mit unseren Nachbarn vom Deutschen Roten Kreuz. Dort haben wir viiiele Sachen für unser Haus gefunden und es war wirklich riesig-also viel größer als gedacht :D Ansonsten verlief der Sonntag ziemlich still, da wir ja am Montag wieder arbeiten mussten.

Meine erste Tour (4/9/2013)

 

Wir haben gestern unsere Mountainbikes erhalten und heute bin ich dann das esrte Mal im wunderschönen Lothringen Fahrrad gefahren. Bin rund 1,5 Stunden ein wenig durch die Gegend gefahren und hab unsere nahe Umgebung abgecheckt. Hier in der Nähe ist Richardménil, ein kleines Örtchen mit Supermarkt und Minicampingplatz. Auch ist Ludres in der Nähe, ein Ort mit einem großen Intermarché (Supermarkt). Von dort aus werden wir am Wochenende vorraussichtlich unsere Tour nach Nancy starten, da die Busverbindungen dort sehr gut sind. In Flavigny an sich kommt man nicht besonders gut weg, der Bus fährt wenn es hochkommt einmal in der Stunde :D und dann auch nur bis 19 Uhr. Wir hoffen aber noch darauf, von unserer Stelle ein Auto gestellt zu bekommen, da einkaufen sonst unmöglich ist :D

 

Dicken Kuss, Pia

 

Mein erster Arbeitstag (2/9/2013)

 

Mein erster Tag war ganz gut, dürfen in der 1. woche in alle altersgruppen reinschnuppern und am Ende dann sagen, in welcher Gruppe wir gerne arbeiten wollen. Heute waren wir bei den 19-22 jährigen. Die war aufgeteilt in arbeitende und schwer behinderte Jugendliche. Morgens waren wir bei den arbeitenden und haben die dann bei Aufgaben betreut wie Küche oder Gartenarbeit. Mittags haben wir dann mit allen gegessen (Fisch, Muscheln und Reis) und nachmittags waren wir bei den Schwerbehinderten und haben mit denen einen Spaziergang gemacht. Mit Französisch klappt es schon ganz gut, obwohl die Schwerbehinderten teils nicht zu verstehen sind (aber ist ja in deutsch auch so).

Um 16:30 (nach Unterrichtsende) wurde uns dann noch das Internat gezeigt. Ich war dann nachher so fertig-habe erstmal eine Stunde geschlafen!! :D Und jetzt gleich machen Sandra, Lili und ich uns noch Abendessen :)

 

Dicken Kuss,

eure Pia

 

 

http://www.mairie-flavigny-sur-moselle.fr/

 

Hier die Homepage meines Ortes: Schaut einfach mal rein und klickt euch n bisschen durch :)

Die Spannung steigt!! (août 2013)

 

Die Spannung steigt!! :)

Es sind nur noch 3 Wochen in Warendorf und ich sitze schon auf heißen Kohlen, bis es endlich losgeht!

Ich werde in Flavigny-sur-Moselle, einem 1700 Seelendorf in Lorraine, Frankreich, einen einjährigen Freiwilligendienst in einer Förderschule ableisten. Ich werde dort mit verhaltensauffälligen, lernbehinderten und geistig beeinträchtigten Kindern arbeiten. Da ich in Hamburg schon einige Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt habe, freue ich mich schon sehr auf meine neuen Aufgaben und stelle mich gerne neuen Herausforderungen, u.a. der, französisch zu sprechen und zu lernen.

Ich hoffe, ihr verfolgt alle meine Erfahrungsberichte und hinterlasst mir vielleicht mal einen lieben Kommentar :)

P.S.: Meine Adresse in Frankreich kommt noch! :)

 

Kuss,

eure Pia